Zamboanga - Die philippinische Armee hat auf der Insel Jolo bis zu 24 Mitglieder der radikalislamischen Abu Sayyaf getötet. Nach Militärangaben vom Montag attackierten die Soldaten das größte Abu-Sayyaf-Lager auf Jolo am Sonntag am Boden und aus der Luft, dabei wurden bis zu 19 Rebellen getötet. Am Montag wurden philippinische Soldaten aus dem Hinterhalt angegriffen, dabei starben fünf Kämpfer und auch acht Soldaten.

Nach Militärangaben wurden nach dem Angriff auf das Rebellenlager zwei tote Kämpfer geborgen, Geheimdienstangaben zufolge seien aber bis zu 17 Tote mehr aufseiten der Islamisten gezählt worden. Der Angriff von Abu-Sayyaf-Rebellen aus dem Hinterhalt erfolgte am Montag, als die Soldaten das Lager verlassen wollten.

Die Gefechte zwischen den Soldaten und bis zu 200 Abu-Sayyaf-Kämpfern hätten das ganze Wochenende über angedauert, teilte das Militär mit. Insgesamt seien 14 Soldaten verwundet worden.

Abu Sayyaf wurde Anfang der 90er Jahre gegründet. Die Mitglieder kämpfen erbittert für einen eigenen muslimischen Staat. Die Gruppe wird für eine Reihe von Bombenanschlägen auf den Philippinen sowie für eine Vielzahl von Entführungen verantwortlich gemacht. Es wird vermutet, dass die Gruppe mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung steht. (APA/AP)