Wien - Österreich ist - nach der Schweiz - das sauberste Land unter den typischen Urlaubsdestinationen. Dieses Ergebnis lieferte eine von der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) in Auftrag gegebene und von der Karmasin Marktforschung durchgeführte Umfrage. Insgesamt wurden 1.000 Personen befragt, die in den vergangenen drei Jahren Urlaub im Ausland gemacht haben.

Zum Beweis: Nicht nur die Österreicher halten ihr Land für überaus "aufgeräumt", auch 99 Prozent der Touristen sind dieser Ansicht. Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) empfanden es auf Straßen und öffentlichen Plätzen in den Urlaubsländern weniger sauber als in Österreich. 32 Prozent sahen keinen Unterschied zwischen In- und Ausland und elf Prozent gaben an, in der Urlaubsdestination wären die Straßen sauberer als in Österreich. Wobei diese Ergebnisse sogar noch deutlicher ausfielen, würde man Deutschland und die Schweiz nicht berücksichtigen, hieß es am Montag seitens der ARA.

Quasi als Untermauerung der Reinlichkeits-Theorie wurden auch ausländische Österreich-Touristen befragt: 99 Prozent stimmten der Aussage "Österreich ist ein sauberes Land" sehr (72 Prozent) oder eher (27 Prozent) zu. 56 Prozent glauben auch, dass man in Österreich viel oder etwas mehr auf Sauberkeit achtet, als in dem jeweiligen Heimatland der befragten Person.

Der Österreicher ist ja schon seit längerem ein eifriger Mülltrenner. In den jeweiligen Urlaubsdestinationen scheint das aber nicht immer möglich zu sein. Nicht einmal die Hälfte der Urlauber (46 Prozent) konnten im Ausland eine Möglichkeit zur Mülltrennung entdecken. Und wenn es eine gab, wurde deren Qualität mit einer Note von 3,2 (nach Schulnotensystem) bewertet. Andererseits haben 69 Prozent der ausländischen Gäste in Österreich die Möglichkeit zur Mülltrennung wahrgenommen. Beachtliche 80 Prozent schrieben der heimischen Mülltrennung ein "Sehr gut" oder ein "Gut" ins Zeugnis. (APA)