Peking - Nach zwei Messerattacken in der vergangenen Woche haben die chinesischen Behörden den Verkauf von Messern in Peking vorübergehend verboten. Der Handel wurde am Wochenende über das Verbot informiert, wie große Supermärkte am Montag mitteilten.

"Wir dürfen seit zwei Tagen keine Küchenmesser mehr verkaufen", sagte eine Mitarbeiterin der Supermarktkette Jingkelong. Die Behörden hätten keine Begründung für das Verbot genannt, sagte eine Angestellte der Supermarktkette Carrefour.

Angriffe auf Passanten

Vergangene Woche waren in der Nähe des Tiananmen-Platzes in Peking zwei Passanten mit Messern attackiert worden. Am Donnerstag tötete ein Angreifer einen Mann und verletzte 14 weitere Menschen. Am Samstag wurde eine französische Touristin leicht verletzt. Beide Angreifer wurden von der Polizei festgenommen, ihre Motive waren unklar.

Die Messerattacke trifft die chinesischen Sicherheitsbehörden inmitten der Vorbereitungen zum Nationalfeiertag am 1. Oktober. Seit Tagen werden die Sicherheitsvorkehrungen immer weiter verschärft, um Zwischenfälle während der Feiern zum 60. Jahrestag der Gründung der kommunistischen Volksrepublik zu verhindern. (APA)