Wien - Die Finanzmarktaufsicht (FMA) verlängert das bis Ende September befristete Verbot ungedeckter Leerverkäufe in Aktien der Erste Group, Raiffeisen International, Uniqa und Vienna Insurance Group um fünf Monate bis 28. Februar 2010. Es ist dies bereits die sechste Verlängerung nach der erstmaligen Untersagung im Oktober 2008. Mit dieser Maßnahme sollen Spekulationen auf fallende Aktienkurse in diesen Finanztiteln verhindert werden. Bei einem ungedeckten Leerverkauf verkaufen Investoren Aktien, die sie nicht besitzen und noch nicht einmal ausgeliehen haben.

Sie spekulieren damit auf fallende Kurse, um die Titel billiger zurückerwerben und dem Ausleiher wiedergeben zu können. Steigt allerdings der Kurs bis zur vereinbarten Rückgabezeit, entsteht dem Händler ein Verlust. Wird der Markt durch massive Leerverkäufe überschwemmt, kann allein dadurch der Aktienkurs sinken. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.9.2009)