Graz - Die Regierungsumbildung in der Steiermark, die mit der Rücktrittserklärung der Landesräte Kurt Flecker und Helmut Hirt am Montag eingeleitet wurde, dürfte am Dienstag doch wie von Landeshauptmann Franz Voves (S) geplant über die Bühne gehen. Der Obolus der SPÖ an die KPÖ für den Transfer von Flecker zum Landtagspräsidenten: Hirt, der als nächster Landesamtsdirektor vorgesehen war, muss sich einem öffentlichen Hearing stellen. Das forderte die KPÖ Montagnachmittag nach Beratungen des Landtagsklubs.

Voves müsse öffentlich kundtun, dass der Posten des Landesamtsdirektors ausgeschrieben und eine faire Vergabe inklusive Hearing garantiert sei, erklärte KPÖ-Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler auf APA-Anfrage: "Wie eine Partei ihr Regierungsteam zusammensetzt, ist ihre Sache. Wenn es aber darum geht, Hirt von der Regierungsbank zu entsorgen und ihn auf den Posten des höchsten Landesbeamten zu hieven, spielen wir nicht mir".

Nachdem ÖVP und Grüne klargemacht hatten, Flecker nicht wählen zu wollen, war die von Voves eingefädelte und zu früh an die Öffentlichkeit gelangte Personalrochade arg gefährdet. Die "goldene Brücke" hat schließlich der frühere und möglicherweise auch künftige stellvertretende Landesamtsdirektor Hirt selbst gebaut, indem er bekundete, sich vor keinem Hearing zu scheuen. Voves hatte ein solches zunächst als nicht nötig erachtet. (APA)