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Israel

ArchäologInnen haben am Boden einer Höhle im Westen Jerusalems einen beispiellosen Fund historischer Münzen aus dem 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung gemacht. Insgesamt handelt es sich um 120 Geldstücke, 90 davon aus Silber. Auch Münzen aus Bronze (im Bild) und Gold wurden gefunden. Sie sind römischen Ursprungs, tragen jedoch auch Bildnisse des Tempels und hebräische Inschriften wie "Für die Befreiung Jerusalems".

Foto: APA/EPA/SASSON TIRAM / HEBREW UNIVERSITY IN JERUSALEM

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Deutschland/Niger

Zwei Skelette einer bisher unbekannten Dinoaurierart sind in Niger von einem internationalen Forscherteam entdeckt worden. Die als Spinophorosaurus nigerensis bezeichnete Sauropoden-Art stapfte vor rund 170 Millionen Jahren über die Erde, teilte die Universität Bonn mit (im Bild eine Illustration). Das ist etwa 50 Millionen Jahre nachdem sich die ersten Sauropoden entwickelten, aber noch vor der Epoche, in der sie ihre größte Artenvielfalt erreichten.

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Foto: APA/EPA/Museum for Natural History Braunschweig

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Deutschland/Ungarn

Kohlmeisen sind, was Futter anbelangt, recht flexibel - nicht zuletzt deshalb müssen sie im Winter auch nicht nach Süden auswandern. Während in der warmen Jahreszeit hauptsächlich Insekten und Spinnen auf ihrem Speisezettel stehen, ernähren sie sich im Winter vorwiegend von pflanzlicher Kosten wie Samen und Nüssen. Und damit ist der Erfindungsreichtum von Meisen noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Nun wurden Kohlmeisen beobachtet, die in eine Höhle, in der Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) ihren Winterschlaf hielten, eindrangen und die kleinen Fledertiere fraßen.

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Foto: AP/Jens Meyer

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Mond

Aktuelle Daten, die der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) gesammelt und zur Erde gefunkt hat, übertreffen die Erwartungen der NASA-WissenschafterInnen. Demnach dürfte es am Südpol des Mondes mehr Wasserstoff geben, als die ForscherInnen bislang angenommen hatten.

Zudem wurde überraschenderweise auf dem Mond - und nicht dem Pluto, der viel weiter als unser Trabant von der Sonne entfernt ist - der bislang kälteste Ort unseres Sonnensystems gemessen: Im Krater Faustini (obere Bildmitte) hat LRO minus 238 Grad Celsius gemessen - nur 35 Grad mehr als der absolute Nullpunkt.

Erst kürzlich wurde übrigens der kühlste Platz der Erde ermittelt: Das wenig heimelige Plätzchen mit dem Namen "Ridge A" liegt in der Antarktis und hat im Winter eine durchschnittliche Temperatur von minus 70 Grad.

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Foto: AP/NASA

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USA/China

Raptorex, Vorfahre des tonnenschweren Räubers Tyrannosaurus rex, wurde bei Ausgrabungen im Nordosten Chinas entdeckt. Gerade einmal so schwer wie ein Mensch und knapp drei Meter lang, habe er bereits die typischen Merkmale des T. rex besessen, schreiben US-ForscherInnen im Fachmagazin "Science" (online vorab). Es gebe kein anderes Beispiel für ein Tier, dessen kleinerer Vorfahr schon so ausentwickelt gewesen sei. Die Illustration zeigt T. rex und Raptorex.

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Foto: AP/Science, Todd Marshall

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Griechenland

Griechische ArchäologInnen haben auf einer Friedhofsanlage aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus am Geburtsort Alexanders des Großen (356-323 v.Chr.) in Nordgriechenland zum Teil spektakuläre Funde gemacht. Sie konnten in Dutzenden reich bestückten Gräbern unter anderem goldene Schmuckstücke, Helme aus Bronze mit Goldbeschlägen, Eisenwaffen und mehrere Statuen freilegen, erklärte der Archäologe Pavlos Chrysostomou.

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Foto: APA/EPA/17th EFORATE OF ANTIQUITIES

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Österreich

Reife Bananen leuchten unter UV-Licht intensiv blau. Erst vor knapp einem Jahr erschien der erste wissenschaftliche Artikel über das blaue Leuchten des immerhin fünftwichtigsten Nahrungsmittels der Welt. Verfasst hat ihn ein österreichisches Forscherteam rund um Bernhard Kräutler vom Institut für Organische Chemie der Universität Innsbruck. Die Ursache für das überraschende Phänomen sind spezielle chemische Abbauprodukte des Blattgrüns.

Nun hat das Team abermals eine überraschende Entdeckung gemacht: Die braunen Stellen auf der Bananenhaut entstehen jeweils um kleine Spaltöffnungen für die Kontrolle des Gasaustausches. Sterben die ersten Zellen ab, beginnen die sie umgebenden, noch lebenden Zellen hellblau zu leuchten. Ursache dafür sind die Abbauprodukte des Chlorophylls, sogenannte fluoreszierende Chlorophyll-Kataboliten (FCC), schreibt das Team im Fachblatt PNAS.

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Foto: APA/Proceedings of the National Academy of Sciences

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Österreich

Die im Sommer begonnenen archäologischen Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen KZ Ebensee in Oberösterreich wurden abgeschlossen. Auf einem rund 1.000 Quadratmeter großen Areal wurden die Mauerreste einer Schmiede, Fundamente, Gleisanlagen und eine große Zahl an Gegenständen freigelegt. So stieß man u.a. auf Gebrauchsgegenstände der Insassen wie Löffel und Blecheimer, Werkzeuge, Maschinenteile mit Firmenlogos, Isolatoren sowie Stacheldraht.

Foto: APA/ARCHIV KZ-GEDENKSTÄTTE EBENSEE

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Israel

ArchäologInnen haben eine der ältesten Darstellungen einer Menora entdeckt - also des siebenarmigen Leuchters, der eines der wichtigsten Symbole des Judaismus darstellt. Die etwa 2.000 Jahre alte in einen Stein gravierte Darstellung wurde jetzt in einer alten Synagoge gefunden, die kürzlich in der Nähe des Sees Genezareth entdeckt worden war.

Foto: APA/EPA/MOSHE HARTAL / ISRAEL ANTIQUITIES AUTHORITY

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Österreich

Ein spektakulärer Fund ist im Burgenland gelungen: ForscherInnen des Österreichischen Archäologischen Institutes (ÖAI) entdeckten im Rahmen des internationalen Bernsteinstraßenprojektes in Strebersdorf / Gemeinde Lutzmannsburg drei römische Militärlager mit mehr als zwei Hektar Größe. Die Lager und die dazugehörige Siedlung liegen direkt am wichtigsten Handelsweg in römischer Zeit. Das Foto zeigt die Darstellung eines Reiters auf der Grabstele des Abilus Cadiacus, der Angehöriger der Kavallerie im Lager in Strebersdorf war.

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Foto: APA/GYMSMMI SOPRONI MUZEUM

Saturn

Aus 1,2 Millionen Kilometer Entfernung sehen die Wolkenformationen recht unscheinbar aus. In Wahrheit tobt seit Mitte Jänner 2009 am Saturn ein Gewittersturm, den man in unserem Sonnensystem in dieser Dauer noch nicht gesehen hat, berichtete der österreichische Astronom Georg Fischer bei einer Fachtagung der europäischen Planetenforschung in Potsdam. Auch die Ausmaße des Unwetters sind beeindruckend: Der Durchmesser beträgt in etwa 3.000 Kilometer, und die Energie, die dabei freigesetzt wird, entspricht in etwa der 10.000-fachen Energiemenge hiesiger Unwetter.

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Foto: NASA/JPL/Space Science Institute

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Österreich

Eine neue Ausstellung präsentiert nun erstmals die wichtigsten jener Funde, die bei den Ausgrabungen des Bundesdenkmalamts am Residenzplatz im Herzen der Salzburger Altstadt zum Vorschein kamen (Oktober 2007 bis Dezember 2008). Obwohl man nur auf 4.500 Quadratmeter des 10.000-Quadratmeter-Platzes und nur bis in eine Tiefe von einem Meter grub, wurden "Zehntausende" historisch relevante Gegenstände geborgen, so Peter Höglinger vom Bundesdenkmalamt.

Vor allem aus der Römerzeit kam Etliches zu Tage. Gefunden wurde auch die hier abgebildete Taubenfibel (Gewandspange) aus dem dritten Jahrhundert. Etwa 120 der interessantesten Funde sind noch bis 17. Jänner unter einem nachgebauten Grabungszelt in der Säulenhalle des Salzburg Museums in der Neuen Residenz zu sehen.

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Foto: APA/SALZBURG MUSEUM

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ISS

Vergangenen Freitag hat der erste japanische Raumtransporter erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Nach Angaben der japanischen Raumfahrtbehörde (Jaxa) näherte sich der unbemannte Transporter HTV der Raumstation in einem mehrstündigen komplizierten Manöver bis auf zehn Meter, dann wurde er vom ISS-Team mit dem kanadischen Roboterarm eingefangen und an die Station herangeführt.

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Foto: REUTERS/NASA TV

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Weltraum

Im vergangenen Mai wurde es repariert und gleichsam verjüngt: Das inzwischen schon 19 Jahre alte "Hubble"-Weltraumteleskop wurde einigen technischen Aufrüstungen unterzogen und hat nun seine Feuerprobe bestanden. Die US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlichte vergangene Woche erste Aufnahmen, die das Observatorium mit seinen neuen Instrumenten gemacht hat.

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Foto: REUTERS/NASA

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USA

Bakterien lieben Duschköpfe. In der warmen, dunklen und feuchten Umgebung im Inneren der Brausen können sich sogenannte Biofilme bilden, in denen sich Bakterien konzentrieren, berichten ForscherInnen in den "Proceedings" der amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Norman Pace von der Universität Colorado in Boulder warnte davor, das erste Wasser aus der Dusche direkt ins Gesicht zu spritzen. "Man bekommt wahrscheinlich eine besonders große Ladung Mycobacterium avium ab, die nicht allzu gesund sein dürfte." Der Erreger stellt besonders für immunsupprimierte Menschen eine große Gefahr dar.

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Foto: AP/University of Colorado

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Arktis

Auch in diesem Sommer ist das Eis am Nordpol wieder deutlich stärker geschmolzen als normal. Am 12. September sei via Satellit die kleinste Eisfläche dieses Jahres im Nordpolarmeer gemessen worden - nur noch 5,1 Millionen Quadratkilometer, berichtete das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Damit bestätige sich die Entwicklung der vergangenen drei Jahre: Die sommerliche Eisausdehnung bleibe unter dem langjährigen Mittel von knapp sieben Millionen Quadratkilometern.

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Foto: REUTERS/NASA/Goddard Space Flight Center Scientific Visualization Studio

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USA

Gut eine Woche nach ihrer Landung in Kalifornien trat die US-Raumfähre "Discovery" am Sonntag den Rückweg nach Florida an. Auf einem Shuttle-Träger - einer modifizierten Boeing 747 - ging's zum Kennedy Space Center in Florida; mit Tankstopp in Texas und einer nächtlichen Pause in Louisiana.

Die Raumfähre war Mitte September nach zweiwöchigem Aufenthalt im All zur Erde zurückgekehrt. Wegen schlechten Wetters wurde die Landung von Florida nach Kalifornien verlegt.

Foto: APA/EPA/NASA

Österreich

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des eurasischen Raums - doch ist sie in vielen Regionen ausgestorben: So auch in Österreich, wo zuletzt 1973 eine Wiesenotter (Vipera ursinii) in freier Wildbahn gesehen wurde. Mit einem ungarisch-österreichischen Artenschutzprojekt wird die kleinste Giftschlange Europas nun wieder angesiedelt, berichtete der Tiergarten Schönbrunn, der sich daran beteiligt.

Die lebendgebärende Wiesenotter ist etwas kleiner als ihre bekanntere Verwandte, die Kreuzotter, ernährt sich vorwiegend von Insekten und gelegentlich auch kleinen Wirbeltieren wie Mäusen und Eidechsen. Ihr Gift ist weniger stark als das der Kreuzotter.

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Foto: Johannes Hill/Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft m.b.H.

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Exoplanet

Die Entdeckung des ersten einigermaßen erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, "CoRoT-7b", ist nun bestätigt worden: Die Radiusbestimmung mit dem Satelliten und Massemessungen an der Europäischen Südsternwarte (ESO) hätten belegt, dass der im Februar 2009 erstmals beobachtete extrasolare Planet, der als eine sogenannte "Super-Erde" bekannt wurde, eine feste Oberfläche aufweist, sagte Rudolf Dvorak vom Institut für Astronomie der Uni Wien. Die ESO-Illustration zeigt den fiktiven Panorama-Blick aus dem Orbit der "heißen Erde" auf den Mutterstern.

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Foto: AP/ESO

Russland

Hoffnung für die Auswilderung Sibirischer Tiger: Im März 2008 war ein verwaistes und sehr geschwächtes Jungtiger mit wenig Überlebenschancen auf der Suche nach Futter in das sibirische Dorf Avangard gekommen und hatte sich widerstandslos von der Tigerpatrouille fangen lassen. Nun konnte das 14 Monate alte Tier in die Freiheit entlassen werden, gab der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) in einer Aussendung bekannt.

"Wir sind sehr froh, dass der Tiger zurück in der Wildnis ist", so Masha Vorontsova vom IFAW-Russland. "Es ist erst das zweite Mal, dass ein Sibirischer Tiger wieder ausgewildert werden konnte. Die wissenschaftlich fundierte Rehabilitation war erfolgreich. Wir hoffen, dass so in Zukunft mehr Tiere dieser gefährdeten Art ausgewildert werden können."

Foto: IFAW

Weltraum

Das Projekt GigaGalaxy Zoom der Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre (ESO) veröffentlicht derzeit hochauflösende Kompositionen, die den gesamten von der Erde aus wahrnehmbaren Sternenhimmel zeigen.

Das erste Panoramabild geht auf die Arbeit des französischen Sternenfotografen Serge Brunier zurück. Mit einer handelsüblichen Digitalkamera (Nikon D3) fotografierte er im Laufe des vergangenen Jahres insgesamt 1.200 Bilder des Nachthimmels mit jeweils sechs Minuten Belichtungszeit, die per Fotobearbeitung zu einem 800 Megapixel-Bild zusammengesetzt wurden.

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Link zur ESO

Foto: ESO/S. Brunier/S.Guisard

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Deutschland

Die Ausstellung "Hexen - Mythos und Wirklichkeit" im Historischen Museum der Pfalz Speyer will erklären, in welcher gesellschaftlichen Lage der Glaube an Hexen und deren Verfolgung entstanden ist. Zugleich will die Schau mit hartnäckigen Vorurteilen aufräumen. Denn entgegen dem Volksglauben ist der Hexenmythos kein Phänomen des Mittelalters, sondern eines der frühen Neuzeit. Entsprechend versetzt die Ausstellung die BesucherInnen in das 15. und 16. Jahrhundert - und zeigt u.a. diese Folterstühle, die vermutlich nie verwendet worden waren. Die Schau ist bis zum 2. Mai 2010 zu sehen.

Foto: APA/EPA/RONALD WITTEK

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Zoowelt

Im Chester Zoo in Chester (Nordengland) werden Staubwedel als Ersatzmütter für Kubapfeifgans-Küken eingesetzt - die Eier waren verlassen worden. Der Bestand der in der Karibik vorkommenden Kubapfeifgänse gilt als "gefährdet". (red)

Foto: REUTERS/Phil Noble