Wien - Millionen Deutsche laufen und radeln, zehntausende klettern und trecken. Outdoor-Sport ist gefragt wie nie, und die Tourismusindustrie hat den Braten längst gerochen. Eine aktuelle Umfrage bestätigt jetzt: Mehr als 58 Prozent sehen Outdoor als interessante Urlaubsalternative, für mehr als 30 Prozent ist Outdoor sogar "der Trend der Tourismus-Zukunft". Die Umfrage wurde im Rahmen des pressetext-Focusthemas "Tourismus der Zukunft - Strategien zum Erfolg" durchgeführt, mit mehr als 300 Meinungsbildnern als Sample.

Bei den abgefragten Outdoor-Aktivitäten zeigte sich, dass sich die Freunde frischer Luft am sichersten zu Fuß fühlen, dahinter folgt das Fahrraderlebnis. "Wandern, Klettern und Trecking" sind mit 70 Prozent Zustimmung die beliebtesten Outdoor-Aktivitäten. Für 55 Prozent zählen Radfahren und Mountainbiking zu den klassischen Outdooraktivitäten, knapp gefolgt vom Wassererlebnis (53,79 Prozent). Golf und Tennis werden weniger als interessante Outdoor-Aktivitäten angesehen (nur 20,57% Zustimmung), ebenso Sportarten wie Drachenfliegen oder Paragleiten, die nur von 19,49 Prozent als interessante Outdoor-Aktivität gesehen werden.

Outdoor-Bewegung als Urlaubsalternative

"Der gesamte Outdoorbereich, wie etwa Wandern, Klettern, Radfahren, Mountainbiken, Flusswandern und alles, was man zu Fuß in der Natur macht, ist zu einer Lebenseinstellung geworden. Outdoor hat vom extremen Alpinismus in den Anfängen oder dem Aussteigerimage der frühen 1980er Jahre bis hin zur heutigen Selbstverständlichkeit von Outdoor als modernen Lebensstil eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht", bestätigt Eckart Mandler, Geschäftsführer Outdoorpark Oberdrautal, die veröffentlichten Zahlen.

Outdoor hat sich laut Mandler als Gegenpol zum stressigen Alltag und als neues Lebensgefühl entwickelt. "Bewegung in der Natur ist ja besonders wertvoll, ein Breitbandtonikum für Psyche und Nerven, und damit hat auch das Wandern eine umfassende Präventionsfunktion", erläutert Mandler. Der typische Outdoorgast zieht sich übrigens quer durch alle Zielgruppen. "Sie vereinen Personen unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft, bei denen das Outdoor-Erlebnis zu einem identifizierenden Lebensstil aufsteigt. Die Natur wird dabei immer mehr zum Erlebnisraum, zu einem Raum, wo man sich selbst finden und neu entdecken kann", sagt Mandler.

Auch für Outdoorer sind Hotels die beliebteste Unterkunftsform

Als bevorzugte Unterkunftsart gaben die befragten Teilnehmer mit knapp 38 Prozent Drei- bzw. Vier-Stern-Hotels an. 22,38 Prozent sprachen sich für einen Gasthof oder Pension als geeignete Unterkunft für einen Outdoor-Urlaub aus, gefolgt vom Ferienhaus und Urlaub am Bauernhof. Camping liegt abgeschlagen mit 7,22 Prozent an vorletzter Stelle, knapp dahinter erreichte die Kategorie Privatunterkunft 6,49 Prozent. (pte)