Wien - Familien-Staatssekretärin Marek und Frauenministerin Heinisch-Hosek sind dem Wunsch vieler Eltern nachgekommen und haben sich darauf geeinigt, den Stichtag beim neuen Kindergeld von 1. November auf 1. Oktober vorzuziehen. Das bedeutet, dass die neuen Varianten des Kindergeldes für alle Kinder, die ab dem 1. Oktober oder später geboren werden, beantragt werden können.

Antrag erst ab Jänner möglich

Beschlossen wird das neue Kindergeld mit dieser Änderung im Vergleich zu den Vereinbarungen der Regierungsklausur letzter Woche im Ministerrat am Dienstag. Wie Marek erläuterte, bleibt es aber dabei, dass ein Antrag für die neuen Varianten des Kindergeldes erst ab 1. Jänner gestellt werden kann. Es gilt aber dann rückwirkend für alle Geburten ab dem 1. Oktober und nicht wie ursprünglich geplant erst ab 1. November.

Die Staatssekretärin begründete diese Änderung mit den Wünschen vieler werdender Eltern, die in zahlreichen E-Mails an sie herangetragen worden seien. Diese Änderung des Stichtages gilt für die beiden neuen Varianten der Pauschale von 1.000 Euro monatlich für zwölf Monate (plus zwei Monate für den Partner) sowie für das einkommensabhängige Kindergeld mit 80 Prozent des Letztbezuges für zwölf plus zwei Monate - mindestens 1.000 und maximal 2.000 Euro monatlich.

Hinweis auf mögliche Lücke

Marek macht aber auch darauf aufmerksam, dass Eltern für im Oktober geborene Kinder für maximal vier Wochen keine Geldleistung bekommen könnten, wenn sie sich für eine dieser neuen Varianten entscheiden. Der Grund dafür liegt darin, dass das Wochengeld für reguläre Geburten nur acht Wochen lang bezogen werden kann und deshalb dann im Dezember eine kleine Lücke entstehen könnte.

6.000 Geburten pro Monat

Wie viele Personen tatsächlich von der Vorverlegung des Stichtages profitieren werden, lässt sich nicht genau vorhersagen. Pro Monat kommen jedenfalls in Österreich im Schnitt knapp 6.000 Babys zur Welt. (APA)