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Flavio Briatore will gerichtlich gegen das FIA-Urteil vorgehen.

Foto: AP/ Bernat Armangue

Mailand - Flavio Briatore hat sich nach seinem lebenslangen Ausschluss aus der Formel 1 am Boden zerstört gezeigt. "Ich bin erschüttert", sagte der 59-jährige Italiener der "Gazzetta dello Sport" (Dienstag-Ausgabe). Briatore war nach dem absichtlichen Unfall seines Ex-Piloten Nelson Piquet jr. im Vorjahr in Singapur erst als Renault-Teamchef entlassen worden und am Montag von der FIA von allen Tätigkeiten in der Formel 1 gesperrt worden.

Briatore war zuletzt nicht nur als Teamchef, sondern auch als Manager diverser Fahrer tätig gewesen. Auch das ist dem Playboy in Zukunft untersagt. Laut italienischen Medienberichten überlegt Briatore nun, gerichtlich gegen das FIA-Urteil vorzugehen. Das müsste bei einem Zivilgericht in Paris erfolgen. Weitere Details waren vorerst nicht bekannt. Gegen Piquet und dessen Vater hatte Briatore bereits vor Wochen Anzeige wegen "Erpressung" eingereicht.

Auch mit seinem Fußball-Engagement steht Flavio Briatore vor dem Aus. Der Italiener ist Mitbesitzer des englischen Zweitligisten Queens Park Rangers, bei dem pikanterweise auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone finanziell engagiert ist. Die englische Football League hat von der FIA Details aus dem Urteil gegen Briatore angefordert, danach wird es eine Stellungnahme geben.

Laut Ligastatuten kann keine Person Besitzer eines Clubs sein, der von einem anderen Sportverband ausgeschlossen ist. Jeder Eigentümer müsse eine "fähige und anständige Person" sein, erklärte der Vorsitzende Lord Mawhinney. (APA/Reuters)