Die Justizanstalt Salzburg, bisher unter einem Dach mit Landesgericht und Staatsanwalt in der Altstadt, soll in ein neues Gebäude außerhalb des Stadtkerns übersiedeln. Diese Entscheidung des Justizministeriums gab Günther Winsauer, Sprecher des Oberlandesgerichts Linz, am Dienstagmittag bekannt. Wo genau das Gefängnis neu errichtet werden soll, war nicht zu erfahren.

Standortentscheidung Mitte November

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) führe derzeit "mit verschiedenen Grundstückseigentümern" Gespräche, sagte Winsauer. Die Standortentscheidung soll bis Ende November bekanntgegeben werden. Diskussionen um mögliche Gefängnisstandorte hatten vor den Landtags- und Kommunalwahlen im März für Unruhe gesorgt, als VP-Lokalpolitiker gegen ein Gefängnis in ihrer jeweiligen Gemeinde aufgetreten waren.

Landesgericht und Staatsanwaltschaft sollen schon Ende 2010 aus dem 1909 errichteten Gebäude am Rudolfsplatz ausziehen. Bis zum Abschluss der Generalsanierung, idealerweise 2015, werden sie in einem Containergebäude auf dem BIG-Grundstück neben dem Park-and-ride-Platz Alpenstraße untergebracht. Das Gefängnis soll vorerst im Justizgebäude bleiben und 2014, vor der Generalsanierung, in einen neuen Gebäudekomplex umziehen. Geschätzte Kosten für Sanierung und Gefängnisneubau: 50 Millionen Euro. (Markus Peherstorfer, DER STANDARD; Printausgabe, 23.9.2009)