Wien - Wien musste auch im abgelaufenen August einen Rückgang bei den Gästenächtigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchen - wenn auch nur einen moderaten: Mit 1,068 Millionen Nächtigungen lag das touristische August-Ergebnis um 0,8 Prozent unter dem vorjährigen. Höher ist der Rückgang beim bisherigen Jahresverlauf. Von Jänner bis August wurden insgesamt 6,3 Millionen Nächtigungen verbucht - 5,6 Prozent weniger als in den ersten acht Monaten 2008. Aus einigen der starken Märkte für den Wiener Tourismus waren im August sogar teils deutliche Zuwächse zu verzeichnen: Aus Deutschland kamen mit 227.000 sieben Prozent mehr Gäste, aus Österreich mit 162.000 zehn Prozent mehr und aus den USA mit 52.000 ganze zwölf Prozent mehr. Aus Italien blieb die Zahl der Gäste mit 110.000 konstant zum August 2008.

Der exorbitante Anstieg von 37 Prozent aus Japan und von 95 Prozent aus Finnland sei auf den Großkongress der Zeugen Jehovas im Ernst-Happel-Stadion erklärbar, unterstrich der Wien-Tourismus am Mittwoch in einer Aussendung. Aus Großbritannien wurden hingegen 20 Prozent weniger Besucher, aus Spanien 22 Prozent, aus Frankreich und Russland immerhin noch je sieben Prozent weniger Gäste verzeichnet.

Im Vergleich zum August 2008 konnten die Fünf- und Drei-Stern-Häuser Wiens einen Anstieg verbuchen, die übrigen Kategorien hingegen mussten Rückgänge hinnehmen. Die durchschnittliche Bettenauslastung betrug 61,9 Prozent (gegenüber 64,8 Prozent im August 2008). Dies entspricht einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von etwa 77 Prozent (August 2008 noch rund 81 Prozent). Zugleich erhöhte sich die Zahl der Betten im gleichen Zeitraum um rund 1.900.

Der Blick auf das bisherige Gesamtjahr offenbart von Jänner bis August eine durchschnittliche Bettenauslastung von 49,1 Prozent (im Vergleichszeitraum 2008 waren es noch 55,2 Prozent). Die Zimmerauslastung betrug rund 61 Prozent (statt 69 Prozent 2008). Der Netto-Nächtigungsumsatz der Beherbergungsbetriebe von Jänner bis Juli lag mit 221,6 Mio. Euro um 18,4 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. (APA)