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Eine "aus früheren Jahren unbekannte Präsenz österreichischer Verlage im gesamten deutschsprachigen Buchmarkt" ortet Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG AutorInnen.

Foto: AP/Jens Meyer

Wien/Frankfurt - Auf der heurigen Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober) sind insgesamt 160 österreichische Verlage vertreten. Am Gemeinschaftsstand des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB, Halle 4.1 A 124) präsentieren sich 43 AusstellerInnen. Mit rund 600 literarischen Neuerscheinungen des Bücher-Herbsts von 130 österreichischen Verlagen wartet der Gemeinschaftsstand der IG Autorinnen Autoren (Halle 4.1, Stand B 115) unter dem Titel "Hund interessiert das keinen" auf.

Eine "aus früheren Jahren unbekannte Präsenz österreichischer Verlage im gesamten deutschsprachigen Buchmarkt" ortet Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG AutorInnen. Grund sind nicht nur die vier Bücher österreichischer Autoren, die heuer auf der Longlist des Deutschen Buchpreises standen, und die Vergabe des Büchner-Preises an den Salzburger Autor Walter Kappacher, sondern auch die bisherigen Nominierungen österreichischer Verlage für den Deutschen Buchpreis ab dessen Erstvergabe 2005. Einen Beitrag zur Festigung dieser Präsenz leistet man am Stand mit zahlreichen Veranstaltungen: So stehen etwa am ersten Tag Gerhard Jaschke (mit "Ausgewählte Gedichte" und "Weltbude"), der junge Autor Andreas Unterweger (mit seinem Debüt "Wie im Siebenten"), Eva Rossmann und Manfred Chobot auf dem Programm.

Vervielfältigungstechniken

Der Titel der heurigen Gemeinschaftsausstellung, "Der Normalfall: Hund interessiert das keinen (man kann können, was man will). Der Sonderfall: Die Literatur der österreichischen Kunst-, Kultur- und Autorenverlage", verweise auf den Umstand, "daß die Attraktivität des Angebots von den Inhalten abhängt", so Ruiss. Dies werde in der Beschäftigung mit alten und neuen Vervielfältigungstechniken (von gedruckten Auflagen, Print-on-Demand-Ausgaben, E-Books, Online-Volltexten, Hörbüchern) "gerne übersehen".

Wie jedes Jahr erscheint auch heuer der Katalog der IG Autorinnen Autoren, der auf 188 Seiten 3.669 Titel von 192 heimischen Verlagen (davon 1.836 Neuerscheinungen von 2009 und 1.833 Backlist-Titel 2008) präsentiert. Weiters werden im Katalog 1.076 Titel von österreichischen AutorInnen aus 178 deutschen und Schweizer Verlagen vorgestellt, davon 539 Neuerscheinungen und 528 Backlist-Titel. Begleitet werden die Veranstaltungen auch heuer wieder vom eigenen Standsender "LiteRadio" - ein Kooperationsprojekt der IG Autorinnen Autoren mit Kommunalradios aus Österreich und Offenen Kanälen aus Deutschland.

Unterdessen kann der österreichische Buchhandel vor der Buchmesse im Vergleich zum Vorjahr diesmal eine leichte Umsatzsteigerung von 0,9 Prozent verzeichnen. Dr Taschenbuchumsatz legt mit 12,9 Prozent deutlich zu, wie es in der Aussendung des Hauptverbands heißt. (APA)