Die Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung über die Umverteilung durch den Staat in Österreich (derStandard.at berichtete) ist nun online abrufbar. Kurzgefasst zeigt die Studie (Projektleiter war Alois Guger), dass die Umverteilung von hohen zu niedrigen Einkommen in Österreich hauptsächlich über die Staatsausgaben erfolgt. Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Staatsausgaben sind "stark progressiv": Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer.

Das Steuersystem hingegen wirkt kaum umverteilend. Bei indirekten Steuern, also etwa der Mehrwertsteuer, hat die Belastung niedriger Einkommen deutlich zugenommen. (red)