Am 25. und 26. September 2009 findet in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, in Mecklenburg-Vorpommern der 17. Notärztetag des Landes statt. Im Mittelpunkt steht das Thema "Gewalt im Rettungsdienst". Das Problem wird auch für Rettungskräfte immer allgegenwärtiger: Gewalt gegen Notärzte und Sanitäter sowie die Konfrontation mit Aggressionen unterschiedlichster Art im Dienstalltag. Der lebensrettende Einsatz von Medizinern am Rande von Großdemonstrationen, Fußballspielen und Randalen, aber auch im Bereich häuslicher Gewalt wird zunehmend zu einer Gefahr für die Helfer. Oftmals spielt dabei auch der Missbrauch von Drogen und Alkohol eine Rolle. Inzwischen werden in den ersten Bundesländern Diskussionen geführt, ob Notfallkräfte mit Schutzwesten und Abwehrinstrumenten ausgestattet werden müssen.

Die 17. Jahrestagung der Notärzte in Mecklenburg-Vorpommern wurde von der Arbeitsgemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern tätiger Notärzte e. V. und der Universitätsklinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Greifswald organisiert. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Notärzte und Rettungskräfte.

Selbst verteidigen und Konflikte verhindern

Themen sind unter anderem das Verhalten bei Gewalt gegen Kinder sowie das Vorgehen des Notarztes bei unnatürlichen Todesursachen. Im gemeinsamen Erfahrungsaustausch sollen Aspekte der Selbstverteidigung und Deeskalation im Umgang mit schwierigen Situationen diskutiert werden (s. Programm). Am Sonnabend, dem 26. September, wird der Gesundheitswissenschaftler und Rettungsassistent Marian Lenk aus Groß Nemerow erstmals die Ergebnisse seiner Landesstudie zur "Gewalt gegen Rettungsdienstmitarbeiter" vorstellen. (red)