Wien - Die freiheitliche Gleichbehandlungssprecherin Heidemarie Unterreiner hat sich am Donnerstag gegen die von den SP-MinisterInnen Heinisch-Hosek und Hundstorfer geforderte Einkommenstransparenz und die bei etwaiger Nichteinhaltung damit verbundenen Strafen ausgesprochen. "Selbstverständlich fordern auch wir Freiheitlichen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Jedoch den Wunsch der Frauenministerin, die Gehälter in den Betrieben mit mehr als 25 Mitarbeitern verpflichtend offen zu legen und gar Sanktionen zu fordern, lehnen wir ab", so Unterreiner.

Ein solches Vorgehen würde laut der Freiheitlichen innerhalb eines Betriebes dazu führen, dass "einer mit dem anderen ausgespielt" werde. Außerdem werde es "immer deutlicher", dass die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern weniger auf Diskriminierung durch den Arbeitgeber zurückzuführen sei, als vielmehr auf die traditionelle Berufswahl von Mädchen und Burschen, sagte Unterreiner. "Die derzeitige Art der Datenerhebung kann die genauen Lohn- und Einkommensdaten gar nicht genau feststellen, da z.B. die Art der Ausbildung, Zusatzqualifikation, Vordienstzeiten aber auch privates Engagement dabei nicht berücksichtig werden. Der richtige Weg wäre die Statistik Austria zu ermächtigen die Einkommen auch unter einem differenzierten Blick zu erheben", erklärte sie.

Neben diesen "technischen" Forderungen müsse man sich aber in erster Linie darum kümmern, "dass Frauen nicht immer die gleichen Berufe wählen, die bekanntlich schlechter bezahlt werden als typische Männerberufe", urgierte Unterreiner. (red)