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Der alte Mann und das Mehr: Seniorenbund-Obmann Khol wünscht sich höhere Pensionen, dafür niedrigere Eintrittspreise für seine Lobby.

Foto: AP/Ronald Zak

Wien - Der ÖVP-Seniorenbund hält am Mittwoch nächster Woche in Salzburg seinen 13. ordentlichen Bundestag ab. Obmann Andreas Khol stellt sich dabei der Wiederwahl. Die Senioren stellen mit mehr als 300.000 Mitgliedern die größte Teilorganisation der Volkspartei. Seit 2005 steht der frühere Nationalratspräsident Khol an der Spitze. ÖVP-Chef und Vizekanzler Josef Pröll und - generationenübergreifend - der Obmann der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz, haben sich für Mittwoch angesagt, daneben 300 weitere Gäste.

Forderungen an Regierung und Partei

In insgesamt 20 Anträgen richten die ÖVP-Senioren eine ganze Reihe von Forderungen sowohl an die Bundespolitik als auch an die eigene Partei. So wird für die Pensionsanpassung verlangt, den Pensionistenpreisindex (entspricht dem Warenkorb der Pensionisten) dauerhaft als Basis zu nehmen sowie den Deckel, über dem es keine prozentuelle Erhöhung sondern nur einen Fixbetrag gibt, anzuheben. Allen Müttern sollen die Kindererziehungszeiten für die Pension angerechnet werden, derzeit ist das bei Frauen über 65 nicht der Fall. Der Pensionssicherungsbeitrag für die Beamten soll abgeschafft werden. Der Heizkostenzuschuss soll bundeseinheitlich 250 Euro betragen. Die E-Card soll nach dem Willen der ÖVP-Senioren mit Foto ausgestattet werden.

Das Pflegegeld wollen die ÖVP-Senioren jährlich automatisch valorisiert haben und die Anträge auf Pflegegeld bundeseinheitlich behandelt sehen. Im Steuersystem plädieren sie für niedrigere Eingangssteuerstufen. An die eigene Partei gerichtet ist die Forderung nach einem Seniorenkandidaten an wählbarer Stelle bei allen Wahlen. Auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln verlangen die ÖVP-Senioren die Freifahrt für alle ab 70 und Ermäßigungen ab 60. Zudem wollen sie für alle Senioren einen Gratiseintritt in alle Museen.

Denkwerkstatt über eigene Rolle

Am darauffolgenden Tag, dem Donnerstag, beschäftigen sich Experten der "Denkwerkstatt" des Seniorenbundes gemeinsam mit rund 300 Teilnehmern bei einem Seniorenkongress unter dem Motto "Senioren: Gesellschaftliche Leistung. Selbstbestimmung. Anerkennung" mit der gesellschaftlichen Bedeutung der älteren Generationen. Dabei werden auch Auszüge aus einer aktuellen Seniorenstudie präsentiert. (APA)