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Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich laut Vertreter der EU-Behörde ausgezahlt - allerdings bleiben die Herausforderungen groß.

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Brüssel - Die Gefahr einer Systemkrise für die Banken in Ost- und Mitteleuropa sei abgewendet worden, erklärte am Freitag die EU-Kommission. Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich verbessert, betonten Vertreter der EU-Behörde bei einem Treffen mit Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), der Weltbank und den Zentralbanken sowie mit den 15 bedeutendsten Banken in der Europäischen Union, die Töchter in Zentral- und Osteuropa haben. Allerdings würden noch wesentliche Herausforderungen bestehenbleiben.

Stresstests

Die Sicherung der Gesundheit des Finanzsystems sowie die Schaffung von Maßnahmen, um künftige Krisen zu vermeiden, seien die wesentlichsten Voraussetzungen. Außerdem hänge die Erholung der Wirtschaft von der Unterstützung durch entsprechende Kreditvergaben ab. Notwendig sei eine Verbesserung der lokalen Regelwerke und die Mutterbanken mit ihren Töchtern sollten ihren konstruktiven Dialog mit den Aufsichtsbehörden und den Regierungen sowie der EU-Kommission fortsetzen. Es müsse ferner zu einer koordinierten Vorgangsweise kommen. Auch ein gemeinsamer Stresstest für Banken würde helfen, potenzielle Schwächen zu erkennen. Diese Aufgaben würden bei einem hochrangigen Treffen von Banken, Finanzaufsichtsbehörden und der Kommission während der Anfang Oktober in Istanbul angesetzten Jahrestagung von IWF und Weltbank zur Sprache kommen.

Zufrieden über Anstrengungen

Zufrieden zeigten sich die Teilnehmer des Treffens der Europäischen Bankenzusammenarbeits-Initiative, dass es gelungen sei, durch gemeinsame Anstrengungen und massiver internationaler Unterstützung die Wirtschaften in Mittel- und Osteuropa zu stabilisieren. So seien allein für Ungarn, Lettland, Rumänien, Serbien und Bosnien-Herzegowina 52 Mrd. Euro an Hilfen aufgewendet worden. An dem Treffen nahmen Vertreter der Zentralbanken von Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Schweden, Ungarn, Lettland und Rumänien sowie die Nicht-EU-Länder Serbien und Bosnien-Herzegowina teil.

Österreich hatte sich bereits früh für eine außerordentliche Hilfe der EU für in Schwierigkeiten geratene osteuropäische Banken ausgesprochen, die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise noch stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden. (APA)