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USA

Die Überraschung war groß, als US-amerikanischen WissenschaftlerInnen im vergangenen Juli vor der Küste von Louisiana ein wahrer Tintenfisch-Koloss ins Netz ging. Der außerordentlich seltene Fang zeige, wie wenig über das Leben der riesigen Kopffüßer bekannt ist. Es ist dies seit 1954 der erste derartige Fund im Golf von Mexiko. Das Tier der Gattung Architeuthis maß 5,9 Meter Länge und wog 46,7 Kilogramm.

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Foto: REUTERS/NOAA

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Österreich

"Kurioses Paar" ist das schönste historische Foto aus Salzburg, befand eine Jury, die das Bild aus dem Jahr 1850, der Frühzeit der Fotografie, aus 200 eingereichten historischen Bildern ausgewählt und zum Sieger gekürt hat. Nun ist die Ausstellung "170 Jahre Fotografie" mit den besten historischen Bildern Salzburgs im Theater Oval des Salzburger Einkaufszentrums Europark zu sehen.

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Foto: APA/WK Salzburg

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England

Ein Hobby-Schatzsucher hat in England einen riesigen, in einem Feld vergrabenen Goldschatz gefunden, der von den Angelsachsen stammt. Nach Angaben von ArchäologInnen ist der Fund so groß und wertvoll wie keiner zuvor aus dieser Epoche. Die Sammlung von 1.500 Stücken - insgesamt rund 5 Kilogramm Gold und 2,5 Kilo Silber - stammt vermutlich aus dem siebenten Jahrhundert. Mehrere ExpertInnen gehen davon aus, dass es sich bei den Stücken um Trophäen oder Beutestücke blutiger mittelalterlicher Kämpfe handeln könnte.

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Foto: REUTERS/Eddie Keogh

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Österreich

Fersenläufer bzw. Gladiatorschrecken (Mantophasmatodea) wurden erst im Jahr 2002 als eigene Insekten-Ordnung entdeckt und beschrieben. Ein beim Sitzen und Laufen weggestrecktes letztes Beinglied wurde namensgebend für die Gruppe (im Bild ein Männchen der Fersenläufer-Art Karoophasma biedouwense). "Da sie keine Flügel besitzen, können sie sich nur laufend am Boden und auf Pflanzen fortbewegen. Dafür benötigen sie auch eine besonders gute Bodenhaftung", so die Forscherin Monika Eberhard vom Department für Evolutionsbiologie der Uni Wien, die sich im Rahmen ihrer Dissertation mit den Fersenläufern beschäftigt.

Die Insekten lebten vor etwa 45 Millionen Jahren auch in Europa, kommen heute jedoch nur noch im südlichen Afrika vor. Sie fressen kleinere Insekten und verständigen sich durch Klopfen mit dem Hinterleib, wie Eberhard unter anderem erforscht hat. 

Foto: APA/Monika Eberhard

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Unter dem Rasterelektronenmikroskop

Warum die im Schnitt nur zweieinhalb Zentimeter langen Fersenläufer das letzte Beinglied mitsamt dem großen Haftpolster (Arolium) nur bei Bedarf auf den Boden absenken, hat die Wiener Biologin nun genauer untersucht. "Kaum ein anderes Insekt macht so etwas, das hat mich neugierig gemacht", so Eberhard.

Das Forschungsteam entdeckte große Drüsen in den Haftpolstern und einen dünnen Flüssigkeitsfilm auf der Außenseite. Mithilfe der Flüssigkeit und der besonderen Oberfläche der Arolien können sich Fersenläufer besonders gut am Untergrund festklammern, gab die Biologin vergangene Woche bekannt. Ob das Drüsensekret ein spezieller Klebstoff ist, oder ob der dünne Flüssigkeitsfilm lediglich die Anhaftung verbessert, sei allerdings noch unklar. Was beim normalen Laufen hindert, kann unter großer Belastung retten: Verhaltensexperimente hätten gezeigt, dass Fersenläufer ihre "Zehen" bei starkem Wind oder besonderer Störung in einem Bruchteil von Sekunden absenken können. "Auch wenn große Beutetiere kopfüber festgehalten und gefressen werden, kommen die Arolien zum Einsatz", so Monika Eberhard.

Foto: APA/Monika Eberhard

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Österreich

In der Kältekammer eines Hotels in Seefeld geben sich normalerweise Kurgäste ein Stelldichein. "Aouda", der Prototyp eines Raumanzuges des Österreichischen Weltraumforums (ÖWF), hat es ihnen nun für eine Testreihe gleichgetan, um bei Temperaturen von minus 110 Grad die Bedingungen bei einer bemannten Marsexpedition möglichst perfekt simulieren zu können. Projektleiter Gernot Grömer vom ÖWF war mit den Testergebnissen "sehr zufrieden".

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Foto: APA/ÖWF/a.köhler

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Türkei/Deutschland

In der legendären antiken Stadt Troja in der heutigen Türkei haben Tübinger ForscherInnen um Grabungsleiter Ernst Pernicka ein Doppelgrab aus der Spätbronzezeit (1650 bis 1200 v.Chr.) entdeckt. Zudem wurde bei der jüngsten Grabungskampagne zwischen Juli und September auch die Toranlage freigelegt, die im vergangenen Jahr als Übergang über den Verteidigungsgraben entdeckt worden war.

Der weitere Verlauf des Grabens wurde durch Bohrungen bestimmt. Demnach erstreckte sich die Stadt nach Pernickas Worten in der Bronzezeit auf einer Fläche von rund 30 Hektar. Der Verteidigungsgraben, der Troja um 1300 v.Chr. umschloss, ist nun auf über neunhundert Meter Länge nachgewiesen.

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Foto: REUTERS/Project Troy

Mars

Mit Hilfe einer Kamera einer US-Raumsonde wurde auf dem Mars so weit im Süden wie noch nie Eis entdeckt. "Wir wussten, dass es unter der Oberfläche des Mars in höheren Breitengraden Eis gibt, aber jetzt haben wir festgestellt, dass dies auch näher am Äquator als wir gedacht haben der Fall ist", sagte Shane Byrne von der Universität Arizona. Die hohe Reinheit des Eises von etwa 99 Prozent überraschte die ForscherInnen. Der Mars Reconnaissance Orbiter war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, denn wenige Monate nach der Beobachtung war das Eis wieder verdunstet (s. Bilder).

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Foto: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona

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ISS

Die internationale Raumstation erhält Clown-Besuch: Cirque de Soleil-Gründer Guy Laliberte will den AstronautInnen Spaß und Unterhaltung bringen: "Ich bin Organisator, Show-Mann und Schöpfer - und ein Entertainer", sagte der 50-jährige kanadische Weltraumtourist vor dem Raketenstart im kasachischen Baikonur. Mit ihm sind der russische Kosmonaut Maxim Surajew und der US-Astronaut Jeffrey Williams zur ISS aufgebrochen. Vergangene Woche war die Sojus-Rakete für den Start vorbereitet worden (wie das Foto eindrucksvoll zeigt).

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Foto: REUTERS/Shamil Zhumatov

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Saturn

Die NASA-Sonde "Cassini" ermöglichte völlig neue Blicke auf die Saturnringe: Am 11. August trafen die Strahlen der Sonne nämlich genau senkrecht auf die schmale Außenkante der Ringe und enthüllten für ForscherInnen überraschende Formationen und Strukturen. "Es ist, als ob man eine 3D-Brille aufsetzt und Dinge das erste Mal in der dritten Dimension sieht", so Bob Pappalardo, Forscher an NASAs Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (Kalifornien, USA). In den gewaltigen Ansammlungen von Gestein und Eis seien durch die besonderen Lichtbedingungen nun Höhenunterschiede von bis zu vier Kilometern enthüllt worden - weit mehr als bislang angenommen worden war.

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Foto: AP/NASA

Südostasien

ForscherInnen haben entlang des mächtigen Mekong-Flusses in Südostasien im vergangenen Jahr 163 bisher unbekannte Pflanzen- und Tierarten entdeckt, gab die Umweltorganisation WWF bekannt. Darunter sind Orchideen, Bananen, Palmen, Schlangen, Frösche und Fische. Ihr Lebensraum sei aber akut bedroht: Nur noch fünf Prozent der Landschaft seien intakt, und der Klimawandel beschleunige die Gefahren für Pflanzen und Tiere. Das Foto zeigt einen Leoparden-Gecko mit orangefarbenen Katzenaugen, der zum Namen des WWF-Berichts (nämlich "Unheimliche Begegnungen") inspirierte.

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Foto: WWF/T.Ziegler

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Palau

Das Südseeparadies Palau richtet die erste Schutzzone der Welt für Haie ein. Sie soll sich über 600.000 Quadratkilometer erstrecken, kündigte der Präsident von Palau, Johnson Toribiong, vergangene Woche an. Fangboote, die mit Haien oder Haifischflossen in Palaus Gewässer erwischt würden, müssten mit hohen Strafen rechnen, drohte der Präsident. Allerdings besitzt das Land mit seinen etwa 20.000 EinwohnerInnen nur ein Patrouillenboot.

Vor JournalistInnen empörte sich Toribiong darüber, dass Haie oft nur wegen ihrer Flossen getötet und dann ins Meer zurückgeworfen würden. Haifischflossen gelten in manchen asiatischen Ländern als Delikatesse. Jährlich würden derzeit weltweit etwa 100 Millionen der Tiere getötet. Einige Arten seien am Rand des Aussterbens.

Foto: AP/Micronesian Shark Foundation

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Mond

Der Mond ist nicht staubtrocken: Mit der Entdeckung feiner Wasserfilme auf dem Mond ist eine verbreitete Theorie über den Erdtrabanten widerlegt worden. Mit drei verschiedenen Sonden wurden auf der Mondoberfläche deutlich größere Wasservorkommen nachgewiesen als bisher vermutet, wie aus drei Studien hervorgeht, die in der US-Wissenschaftszeitschrift "Science" veröffentlicht wurden.

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Foto: REUTERS/Amr Abdallah Dalsh

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Thailand

Aids-ForscherInnen haben einen großen Fortschritt bei der Suche nach einem Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit gemeldet. Der experimentelle Impfstoff, der aus zwei älteren Impstoffen besteht, reduziere das Risiko einer Infektion erstmals deutlich. Das Risiko einer Infektion mit dem HIV-Stamm, wie er in Thailand verbreitet ist, werde um 31,2 Prozent gesenkt, erklärte Jerome Kim vom Walter Reed Army Institute of Research in Maryland (USA), der an dem Test mitarbeitete.

Nach zahlreichen Fehlschlägen in jüngster Zeit hatten viele ForscherInnen schon befürchtet, dass es niemals möglich sein wird, einen Impfstoff gegen eine HIV-Infektion zu entwickeln. Die Reaktionen auf die Testergebnisse sind unterschiedlich: von "vorsichtigem Optimismus" bis hin zum "historischen Meilenstein" ist die Rede.

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Foto: AP/Thai Public Health Ministry

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USA

Vergangene Woche wurde eine Delta II-Trägerrakete mit zwei Versuchssatelliten des neuen Überwachungssystems für Weltraumobjekte (STSS, Space Tracking and Surveillance System) gestartet. Die Satelliten sollen Langstreckenraketen beobachten und exakte Angaben über die Raketenflugbahn an Abfangstationen übermitteln.

Foto: AP/Florida Today, Michael R. Brown

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Deutschland

Mit der Ausstellung "Schillers Schädel - Physiognomie einer fixen Idee" präsentiert die Klassik Stiftung Weimar ein Resümee der interdisziplinären Forschungen um Schillers Schädel. Die Schau, die bis Ende Jänner 2010 im Schiller-Museum gezeigt wird, behandelt die über zwei Jahrhunderte wirkmächtige "fixe Idee", die Echtheit der prominenten Dichterreliquie wissenschaftlich zu bestätigen. Heute ist Schillers Sarg in der Fürstengruft leer: Umfangreiche DNA-Analysen haben bewiesen, dass keiner der beiden mutmaßlichen Schiller-Schädel tatsächlich dem Dichter zugeschrieben werden kann. Das Foto zeigt ein Bild der Ausstellung, nämlich Fotos verschiedener männlicher Schädel.

Link zur Klassik Stiftung Weimar

Foto: APA/EPA/MARTIN SCHUTT

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Syrien

Im Königspalast in Qatna in Mittelsyrien hat ein deutsch-syrisches Ausgrabungsteam eine noch unberührte Felsgruft mit hunderten Knochen und jahrtausendealtem Grabinventar entdeckt. Qatna war in der Mittleren und Späten Bronzezeit eines der bedeutendsten Königtümer Syriens.

Im Inneren der Felsgruft, deren Benutzung sich bis in die Spätphase des Palastes um 1400 vor Christus nachweisen lässt, wurde eine unübersehbar große Menge menschlicher Knochen gefunden. 30 bisher entdeckte Schädel deuten auf mindestens dieselbe Zahl von Bestatteten. Weiters fanden sich in der Gruft unter anderem Gefäße, Goldschmuck, dünne, punzierte Goldbleche und die hier abgebildeten Königsstatuen.

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Foto: APA/EPA/HENDRIK ZWIETASCH/PETER FRANKENSTEIN/LANDESMUS WURTTEMBERG

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Australien

Am Mittwoch vergangener Woche fegten Millionen Tonnen von rotem Wüstenstaub über New South Wales hinweg und hüllten unter anderem die berühmte Oper am Hafen von Sydney in rötliches Dämmerlicht. Beim schwersten Sandsturm seit den 40er Jahren erreichte die Luftverschmutzung Rekordwerte. Am Samstag zog der zweite spektakuläre Staubsturm innerhalb weniger Tage über Ostaustralien. Auf Satellitenbildern war eine 200 Kilometer breite Wolke zu sehen, die von starken Winden am Morgen zunächst durch Sydney und dann an der Küste entlang in Richtung Brisbane geweht wurde.

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Foto: REUTERS/Tim Wimborne

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Indien

Mit einer indischen Trägerrakete vom Typ Polar Satellite Launch Vehicle (PSLV) sind unter anderem eine Reihe kompakter Pico-Satelliten europäischer Universitäten in die Erdumlaufbahn gelangt. So ist mit dem SwissCube der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) der erste schweizerische Satellit ebenso erfolgreich in den Orbit gestartet wie Pico-Satelliten der Universität Würzburg und der Technischen Universität (TU) Berlin.

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Foto: REUTERS/Valentin Flauraud

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Japan

Der japanische Automobilkonzern Honda hat das selbstbalancierende Elektro-Einrad U3-X vorgestellt, das den Individualverkehr auf Kurzstrecken eines Tages "revolutionieren" könnte - zumindest orten seine Entwickler entsprechendes Potenzial darin. Noch handelt es sich bei dem Vehikel allerdings um ein Konzept. Honda-Chef Takanobu Ito nennt es "einen Vorschlag" und auch der Chefentwickler Yasuhisa Arai hat noch nicht alle Bereiche, in denen das Elektrofahrzeug in Zukunft eingesetzt werden könnte, ausgelotet. Ideen sind willkommen.

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Foto: REUTERS/Toru Hanai

Zoowelt I

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien kam vergangene Woche ein Gibbon-Baby zur Welt, dessen Erscheinungsbild an den Außerirdischen aus dem berühmten Hollywoodfilm "E.T." erinnert.

Die asiatischen Weißhandgibbons sind die kleinsten und leichtesten Menschenaffen. Sie sind hoch spezialisierte Hangel-Kletterer die bis zu zwölf Meter weit durch die Baumkronen "fliegen" können. Alle Gibbon-Arten sind wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume in ihrem Bestand bedroht, gab der Tiergarten bekannt.

Foto: Tiergarten Schönbrunn/Daniel Zupanc

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Zoowelt II

Mit dem Foto eines drei Monate alten Nilkrokodils, das im Budapester Zoo in Ungarn mit Fisch gefüttert wird, verabschieden wir uns für diese Woche. Ausgewachsen können die Reptilien bis zu sechs Meter lang werden. (red)

Foto: REUTERS/Laszlo Balogh