Frankfurt/Main (APA/AP) - In Deutschland hat der stellvertretende FDP-Vorsitzende Andreas Pinkwart die Unionsparteien vor inhaltlichen Festlegungen vor Beginn der Koalitionsverhandlungen gewarnt. Pinkwart sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Union kann nicht von vorneherein ganze Politikfelder ausschließen und für nicht verhandelbar erklären." Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Unionsparteien "sollten verbal abrüsten".

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erinnerte die Unionsparteien an das Wahlergebnis und meldete Ansprüche für die Liberalen an: "Wir sind in einer Koalition die zweitstärkste Kraft", sagte sie der "Passauer Neuen Presse": "Es ist klar, dass sich das im Kabinett widerspiegeln muss."

Zu den anstehenden Koalitionsgesprächen sagte Leutheusser-Schnarrenberger, zwar wolle man zügig verhandeln: "Aber klar ist, dass wir zuerst auf Inhalte und Sorgfalt setzen und nicht auf Tempo." Die frühere deutsche Justizministerin verlangte laut Vorabmeldung: "Die Freiheits- und Bürgerrechte müssen gestärkt werden." So wolle die FDP Korrekturen beim BKA-Gesetz. "Das Paket mit den Anti-Terror-Gesetzen ist viel zu umfangreich geschnürt. Die FDP wird sich auch gegen Internetsperren einsetzen." (APA/AP)