Berlin - Die hohen Kosten für die Bankenrettung und die Kurzarbeit haben im ersten Halbjahr 2009 ein großes Loch in den Staatshaushalt gerissen. Das Defizit von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen summierte sich auf 57,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das waren 50,2 Milliarden Euro mehr als vor einem Jahr.

Grund für die negative Entwicklung waren vor allem die enormen Kosten für den Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise - von der Bankenrettung über die Kurzarbeit bis zu den beiden Konjunkturpaketen. Dadurch stiegen die Ausgaben um 8,1 Prozent, während die Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Ende Juni stand der Staat mit insgesamt 1.602 Milliarden Euro in der Kreide. Das waren 5,7 Prozent mehr als Ende 2008. (APA/Reuters)