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Patrus Ananias mit seinem Chef, dem Präsidenten

Foto: Reuters/Bittar

 

Brasília - Brasilien hat nach den Worten seines Ministers für Sozialentwicklung und Hungerbekämpfung, Patrus Ananias, das Millenniums-Ziel zur Halbierung der extremen Armut schon 2005 erreicht. "Wir gehen jetzt weiter und wollen die extreme Armut bis 2015 auf 25 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren", sagte Ananias in Brasília. Nach einer jüngsten Studie der anerkannten privaten Getulio-Vargas-Stiftung schafften seit 2003 mehr als 19 Millionen Brasilianer den Sprung aus der bittersten Armut, die vor allem im Nordosten des Landes noch vorherrscht. Nach Weltbank-Angaben gilt ein Mensch dann als extrem arm, wenn er mit weniger als 1,25 Dollar am Tag auskommen muss.

Ananias nimmt an diesem Donnerstag in Hamburg den Future Policy Award der "Weltzukunftsrates" entgegen. Damit wird ein Gesetz zur Hungerbekämpfung der brasilianischen Millionen-Stadt Belo Horizonte gewürdigt, deren Bürgermeister der heutige Minister in den 90er Jahren war. (APA)