Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/dpa/Patrick Pleul

Bonn - Rauchen ist eine der Hauptursachen von Blasenkrebs. Denn die zahlreichen Krebs erregenden Substanzen gehen dabei ins Blut über und werden dort von der Niere herausgefiltert, wie die Deutsche Krebshilfe berichtet. Mit dem Urin gelangten sie schließlich in die Blase, wo sie die Schleimhaut schädigen könnten. Aber auch der regelmäßige Kontakt mit so genannten aromatischen Aminen, die lange Zeit vor allem in der Gummi- und Textilindustrie sowie im Straßenbau eingesetzt worden seien, erhöhe das Risiko für Blasenkrebs.

In Deutschland erkranken jährlich rund 15.700 Menschen neu an diesem Karzinom. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Die wichtigste Rolle im Kampf gegen Blasenkrebs spielt die Früherkennung: "Wenn der Tumor frühzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen der Betroffenen gut", betont die Krebshilfe.

Alarmsignale

Zu den Alarmsignalen gehörten eine Rotfärbung des Urins oder Beschwerden beim Wasserlassen. Bei begründetem Verdacht werde der Arzt zunächst den Urin untersuchen und die Harnwege röntgen. Neben einer Ultraschalluntersuchung könne eine Blasenspiegelung samt Gewebeentnahme Aufschluss über das Ausmaß der Erkrankung geben. Stehe die Diagnose zweifelsfrei fest, müsse in der Regel operiert werden.

Die Krebshilfe hat einen neuen kostenlosen Ratgeber zum Thema Blasenkrebs erstellt, in dem allgemein verständlich und aktuell über Möglichkeiten der Früherkennung, Diagnose und Therapie informiert wird. Weitere Informationen gibt es auch in einem neuen Internetportal: Unter http://www.blasenkrebs.net können Interessierte auch einen Risikocheck machen. "Wenn wir wissen, wie gefährdet der Einzelne ist, besteht die Möglichkeit, Vorsorgeuntersuchungen ganz individuell anzupassen", sagt der medizinische Leiter des Portals, Gerson Lüdecke von der Universität Gießen. "Personen mit hohem Risiko können wir dann früher und öfter kontrollieren." (APA/AP)