Wien - Die Verhandlungen über einen Einstieg des größten heimischen alternativen Telekombetreibers UTA beim Konkurrenten eTel sind offenbar geplatzt. Die UTA habe zwar bereits einen Absichtserklärung unterzeichnet gehabt, nun seien die Verhandlungen aber gescheitert, hieß es aus Branchenkreisen am Freitagnachmittag. Grund für das Scheitern der Gespräche soll der Kaufpreis sein.

"Wir stehen nicht zum Verkauf"

eTel Austria-Chef Achim Kaspar erklärte am Freitag: "Wir stehen derzeit definitiv nicht zum Kauf." Das Unternehmen entwickle sich "prächtig", seit Jänner schreibe eTel auf Basis des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen (EBITDA) Gewinne und erwirtschafte damit einen positiven Cash-Flow. Von der jüngsten Übernahme der österreichischen Telefonica-Tochter European Telecom erwarte man sich große Synergieeffekte.

Ob eTel mit der UTA tatsächlich verhandelt habe, sei grundsätzlich Sache der irischen Mutter, der eTel Group. Seines Wissens sei es aber "nie zu konkreten Verhandlungen gekommen", so Kaspar.

UTA: Verhandlungen mit mehreren Unternehmen

Die UTA wollte die konkreten Gerüchte am Montag nicht kommentieren. "Wir führen derzeit mit mehreren Anbietern Verhandlungen", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag. Konkretes wolle man aber erst bekannt geben, wenn ein Deal "fix ist". (APA)