Wien - Der ORF muss seine Prognose für 2009 vorerst nicht weiter nach unten revidieren. Es bleibt nach dem dritten Quartal 2009 bei 53,6 Millionen Euro Verlust. Nach dem zweiten senkte er seine Prognose von 29 auf 53,7 Millionen.

Im dritten Quartal 2008 verlor der ORF 38,6 Millionen Euro; im dritten Quartal 2009 waren es nun 2,2 Millionen Euro unter Null.

Die Werbeerlöse liegen 24,9 Millionen unter dem Finanzplan. Der Werbeaufwand sinkt für die meisten Medien. Rund 220 Millionen Euro aus Werbung dürfte die Anstalt schaffen, hieß es im Finanzausschuss des ORF-Stiftungsrats.

Der Personalaufwand liegt 6,6 Millionen Euro über Plan. Der ORF führt das auf Mehrkosten für vorzeitige Pensionierungen zurück - die in Folgejahren sparen helfen. Sie kosten nun 37 (statt geplanter 24 Millionen). Der Aufwand für operatives Personal bleibe geringer als geplant. Mit 3546 Vollzeitjobs hat der ORF derzeit 71 weniger als geplant und 102 weniger als 2008.

Der Sachaufwand übersteigt den Finanzplan um 9,6 Millionen. Der ORF führt das auf Verlagerung der Onlinevermarktung in die Tochter Enterprise zurück. Ohne die Maßnahme läge der ORF hier 5,3 Millionen Euro über Plan.

3,8 Millionen mehr als geplant brachten Finanzerträge, derzeit insgesamt 21,8 Millionen Euro.

11.000 Haushalte mehr als erwartet ließen sich 2009 von Gebühren befreien. Erwartete Mehrkosten: 1,8 Millionen Euro. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 3.11.2009)