Washington - Die Entdeckung von elf Leichen im Horrorhaus eines verurteilten Vergewaltigers hat der zuständige Richter im US-Bundesstaat Ohio als das "Grauenvollste und Schlimmste" in seiner juristischen Laufbahn bezeichnet.Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurden vermutlich alle Opfer erwürgt.

Inzwischen wurde der Mann wegen fünffachen Mordes angeklagt. Weitere Anklagen werden folgen. Eine Kaution wurde verweigert.

Am Mittwoch wurde eine erste Leiche anhand einer DNA-Untersuchung identifiziert. Nach Berichten der US-Sender handelt es sich um eine seit einem Jahr vermisste 52-Jährige, die ganz in der Nähe des mutmaßlichen Serienmörders wohnte.

Fauliger Geruch

Nachbarn fragen sich inzwischen, wie sie die grauenvollen Geschehnisse übersehen konnten. Eine Zeit habe es faulig gerochen, manchen sei schlecht geworden, berichtete CNN. Viele Anrainer hätten allerdings vermutet, dass die Gerüche von einer nahe gelegen Wurstfabrik stammten.

Die Polizei hatt die ersten sechs Frauenleichen entdeckt, als sie den 50-Jährigen am Donnerstag vergangener Woche wegen des Verdachts einer erneuten sexuellen Gewalttat festnehmen wollte. Dann fanden sie zwei Tote lim Wohnzimmer, eine Leiche im Keller, dazu der Schädel in einem Kübel. Zwei weitere Opfer wurden in einem Keller-Hohlraum entdeckt, die sechste Leiche war im Garten vergraben. Dort wurden am Dienstag weitere vier Opfer gefunden. Ob es sich ebenfalls um tote Frauen handelt, ist noch unklar.

Sechs Leichen sind stark verwest. Die Frauen könnten seit Wochen, Monaten oder auch Jahren tot sein, hieß es.

Der mutmaßliche Täter konnte zunächst flüchten, wurde dann aber bald von der Polizei gefunden und verhaftet. Der Mann ist erst 2005 nach Verbüßung einer 15-jährigen Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung freigekommen. (APA)