Eisenstadt - Nachdem er aus einer Mineralwasserflasche getrunken hat, die er in einer Bäckerei kaufte, ist am Donnerstag im Bezirk Oberwart ein 21-jähriger Südburgenländer zusammengebrochen. In der Flasche hatte sich eine ätzende Flüssigkeit befunden. Der Installateur erlitt laut Sicherheitsdirektion Burgenland schwerste innere Verletzungen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte.

Der 21-Jährige ging gegen 6.15 Uhr in die Bäckerei und kaufte dabei auch eine Flasche Mineralwasser. Danach setzte er sich zu seinem Arbeitskollegen in den Firmenwagen, öffnete die Flasche und trank daraus. Unmittelbar darauf bekam der 21-Jährige einen Reizhusten. Er sprang aus dem Wagen, übergab sich, spuckte Blut und brach zusammen.

Ein Notarztwagen brachte den Südburgenländer in das Krankenhaus Hartberg. Später wurde der Mann ins Landeskrankenhaus Graz überstellt. Laut Auskunft des Notarztes erlitt der Mann Verätzungen der Speiseröhre, des Magen-Darmtraktes sowie innere Blutungen und befinde sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, hieß es von der Sicherheitsdirektion.

Der Inhalt der Mineralwasserflasche wird nun von der Polizei untersucht. Der Mann dürfte zu einer einzelnen, nicht verpackten Flasche gegriffen haben. Die Plastikflasche sei möglicherweise durch ein Versehen ins Regal gelangt. Möglich sei auch eine Verwechslung im Zuge des Auslieferungsprozesses. Man gehe jedoch "nicht davon aus, dass das in irgendeiner Art und Weise aus der Produktion herkommt." (APA)