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Für Sturm ist das Abenteuer Europa League noch nicht beendet, aber aussichtslos.

Foto: APA/ Leodolter

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In Summe agierten die Blackies zu harmlos (Im Bild stoppt Vintra Muratovic (re).

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Graz - Der SK Sturm Graz hat in der Europa League keine Chance mehr auf den Aufstieg in das Sechzehntelfinale. Die Grazer verloren am Donnerstagabend nach einer schwächeren Partie gegen Panathinaikos Athen wie schon im "Hinspiel" vor zwei Wochen knapp mit 0:1 (0:0). Den entscheidenden Treffer in der ausverkauften UPC-Arena erzielte Kostas Katsouranis in der 70. Minute.

Die Griechen (9 Punkte) stehen damit unmittelbar vor dem Aufstieg, den Galatasaray Istanbul (10) als erster Team der Gruppe F nach einem 3:0-Auswärtssieg bei Dinamo Bukarest (3) in der vierten Runde schon sicher hat. Sturm ist mit nur einem Punkt weiter Gruppenletzter.

Allgemeine Verunsicherung

Sturm-Coach Franco Foda schenkte der siegreichen Elf vom 4:0 am Samstag in der Meisterschaft gegen Austria Kärnten das Vertrauen und hatte sich damit also doch für eine defensivere Aufstellung mit Trainersohn Sandro Foda entschieden. Vom Selbstbewusstsein der in der Meisterschaft seit sechs Spielen ungeschlagenen Grazer, die sich für die Partie sehr viel vorgenommen hatten, war aber nicht viel zu sehen. Kapitän Andreas Hölzl und Co. starteten völlig verunsichert und die Gäste hätten schon in den Anfangsminuten für die Vorentscheidung sorgen können.

Sturm-Goalie Christian Gratzei patzte bei einem mittelmäßigen Katsouranis-Schuss und wehrte diesen in den Corner ab (6.). Auch dabei zeigte sich der ÖFB-Teamgoalie, der in der Meisterschaft seit sechs Spielen ohne Gegentreffer ist, neuerlich unsicher. Zwei Minuten später retteten Weber und Gratzei vor Salpingidis in höchster Not (8.). Die beste Chance vor der Pause ließ Salpingidis aus: der Hinspiel-Torschütze überlief den schlecht postierten Sonnleitner, schoss aber aus aussichtsreicher Position doch deutlich daneben (11.).

Unter griechischer Kontrolle

Danach stellten die Griechen ihre Offensivbemühungen ein, kontrollierten aber das Spiel und die Partie plätscherte bis zur Pause richtiggehend dahin. Bei den Grazern war zu wenig Bewegung im Spiel, sie waren nicht in der Lage, ihr gewohntes Offensivspiel aufzuziehen, konnten überhaupt keine Akzente setzen. Bestes Beispiel für die Harmlosigkeit des österreichischen Tabellendritten: Sturms vor der Pause komplett ungefährlicher Toptorschütze Daniel Beichler "prüfte" PAO-Goalie Tzorvas mit einem Edelroller (37.), es war zugleich der erste Torschuss der Heimischen.

Drei Minuten später setzte Muratovic einen von Jantscher schön in den Strafraum hineingespielten Freistoß aus 13 Metern in den Himmel (40.). Nach der Pause fanden sich die Grazer etwas besser zurecht, wirklich gefährlich wurden sie allerdings nicht. Daran änderte auch die Einwechslung des schon zu Beginn erwarteten Klemen Lavric nichts. Der 25-fache slowenische Teamstürmer wurde nur einmal - wenige Augenblicke nach seiner Hereinnahme - gefährlich, kam aber im Sechzehner nicht zum Abschluss (62.).

Abseitstor

Weitere effektive Offensiv-Wechselmöglichkeiten hatte Coach Foda in der Folge nicht mehr, da sowohl der "Griechenland-Spezialist" Mario Haas (wieder Wasser im Knie wegen der Überbelastung) als auch Dominic Hassler kurzfristig ausgefallen waren. Die Schlussoffensive der Grazer brachte nichts ein, ein Abseitstor von Jantscher wurde wohl zurecht wegen Abseits aberkannt (87.). Auf der anderen Seite hätte Djibril Cisse den Sack zumachen können, fand aber in Gratzei seinen Meister (81.).

Für die Grazer geht es damit in den restlichen beiden Partien nur noch um Rang drei sowie um den ersten vollen Erfolg in der Gruppenphase. Die vorletzte Partie findet am 3. Dezember in Bukarest statt, ehe zum Abschluss am 16. Dezember Galatasaray in die UPC-Arena kommt. (APA)

Europa-League - Gruppe F, 4. Runde:
SK Sturm Graz - Panathinaikos Athen 0:1 (0:0). UPC-Arena, 15.322 (ausverkauft), SR Pavel Kralovec/CZE.

Tor: 0:1 (70.) Katsouranis

Sturm: Gratzei - Ehrenreich (80. Bukva), Sonnleitner, Schildenfeld, Kandelaki - Hölzl, S. Foda (83. Weinberger), Weber, Jantscher - Muratovic, Beichler (60. Lavric)

Panathinaikos: Tzorvas - Gabriel, Vyntra, Sarriegi, Spiropoulos - Katsouranis, Gilberto Silva - Salpingidis (68. Leto), Simao, Karagounis (40. Ninis) - Cisse (92. Rukavina)

Gelbe Karten: Hölzl bzw. Spiropoulos