Belgrad - In Serbien sind fünf Personen unter Verdacht auf Kriegsverbrechen festgenommen worden. Nach Angaben des Sprechers der zuständigen Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen in Belgrad, Bruno Vekaric, handelt es sich bei den Vorwürfen um Mord an mindestens 23 Roma in vier Dörfern auf dem Gebiet der ostbosnischen Kleinstadt Zvornik im Juli 1992.

Misshandlungen

Die ermordeten Personen waren nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zuerst in ein Haus eingesperrt worden. Dort wurden sie schwer misshandelt. Schließlich wurden sie vor einer Grotte im Dorf Hamzici erschossen oder mit Messern regelrecht abgeschlachtet. Drei Frauen, die nicht gleich das gleiche Schicksal ereilte, waren nach Erkenntnissen der Ermittler noch tagelang Vergewaltigungen ausgesetzt.

Für dasselbe Kriegsverbrechen wird auch eine weitere Person verdächtigt, die sich wegen eines anderen Kriegsverbrechens bereits im Gefängnis befindet. Alle mutmaßlichen Täter kehrten im Jahre 1993 von Bosnien-Herzegowina nach Serbien zurück. (APA)