Kabul - Nach dem angekündigten Abzug vieler UN-Mitarbeiter aus Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban die Vereinten Nationen scharf kritisiert. Die UNO habe mit ihrer Unterstützung des internationalen Militäreinsatzes am Hindukusch "grauenhafte" Verbrechen begangen, erklärten die Taliban am Freitag im Internet. Die Vereinten Nationen würden Muslime unterdrücken und "arrogante Angreifer" unterstützen.

Die UNO hatte am Donnerstag angekündigt, nach dem Anschlag auf ein UNO-Gästehaus in Kabul mehr als die Hälfte ihrer ausländischen Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen. Rund 600 der 1100 internationalen Beschäftigten sollen vorübergehend ins Ausland oder in sicherere Regionen des Landes gebracht werden. (APA)