LASK - Rapid

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Es war ein typisches LASK-Spiel. Wenn man die ersten 18 Sekunden ausnimmt, dann haben wir den typischen LASK gesehen - kampf- und offensivstark. Nach dem frühen Gegentor haben wir den Umschwung geschafft und zur Pause verdient 3:1 geführt. Wir haben die Rapidler dann sicher im Griff gehabt, haben sie entnervt, hatten sie am Boden, aber dann in der 64. Minute durch den Elfer und Ausschluss selbst die Wende eingeleitet. Der Punkt war hochverdient."

Jürgen Macho nach seinem Debüt als LASK-Schlussmann: "Der Abend hat für mich mit dem schnellen Gegentor ganz schlecht begonnen. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird. Wir sind aber schnell zurückgekommen und 3:1 in Führung gegangen, großes Lob an die Mannschaft. In der zweiten Hälfte hat dann Rapid das Kommando übernommen. Es wäre sicher mehr für uns drin gewesen, aber im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein."

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wenn man nach 18 Sekunden in Führung geht gegen einen Gegner, der nach der 2:7-Niederlage aus der Vorwoche mental angeschlagen ist, müsste man so ein Spiel eigentlich vorentscheiden. Doch das Gegenteil ist passiert. Wir haben uns taktisch ganz schlecht verhalten, nach einem Fehler den Ausgleich bekommen und dann durch Konter weitere Tore. In der zweiten Hälfte mussten wir alle Kräfte mobilisieren, um noch den Ausgleich zu erzielen. Der Elfer und Ausschluss haben uns die zweite Luft gegeben. Wir haben sehr viel riskiert und sind - ich will nicht sagen belohnt worden - aber haben den Punkt, den wir uns sehr hart erarbeiten mussten, noch geschafft."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän/Torschütze zum 2:3): "Wir wollten hier drei Punkte machen und hätten nach dem 1:0 gewinnen müssen. Wir haben es aber nach dem sehr guten Beginn wieder nicht geschafft, zu null zu spielen. Wir haben Fehler gemacht, die uns nicht passieren dürfen, nicht nur hinten, sondern generell in der Verteidigung. Deshalb müssen wir jetzt mit dem Punkt zufrieden sein."

Austria - Sturm

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Drei Punkte, danke, das war's. Wir haben gut begonnen, nach dem Führungstreffer war dann aber Sand im Getriebe, da ist uns die Angst im Nacken gesessen. Es war ein Krampfspiel. Sturm konnte jedoch auch nicht zusetzen. Man hat beiden Teams die Müdigkeit angemerkt, es zehrt an den Kräften, wenn Spieler in so kurzer Zeit so schwere Spiele haben. Meine Spieler haben so gespielt, wie man nicht spielen sollte, sie haben Nerven gezeigt. Ich war draußen ähnlich nervös wie die Spieler. Denn wenn wir heute wieder nicht gewonnen hätten, dann wäre das ganz schlecht gewesen, vor allem im Hinblick auf das nächste Auswärtsmatch gegen Rapid."

Matthias Hattenberger (Austria-Mittelfeldspieler): "Wir haben Schwächeperioden gehabt, das ist nach dem schweren Spiel am Donnerstag in der Europa League normal. Wir haben aber Gott sei Dank eine unserer Chancen genutzt. Im Endeffekt zählt nur der Sieg und unsere (Heim-)Serie. Man hat gesehen, dass beide Teams auf dem Zahnfleisch dahergekommen sind."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Der Schiedsrichter hat uns heute mit der Gelb-Roten Karte einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Austria besitzt ein riesiges Potenzial, wie man heute gesehen hat. Wir haben aber nur die ersten zehn Minuten verschlafen, dann zwei Chancen gehabt, aber leider nicht genutzt und aus der Standardsituation das unnötige Tor bekommen, vor allem weil wir uns das heute früh noch auf Video genau angeschaut haben. Nach der Hälfte wollten wir dann den Ausgleich machen, doch dann kam der Ausschluss."

Martin Ehrenreich (Sturm-Verteidiger, der in Minute 64 Gelb-Rot sah): "Für mich war der Ausschluss eine eindeutig zu harte Entscheidung. Unsere Chancen sind leider nicht reingegangen, deshalb fahren wir heute mit leeren Händen heim. Beim Gegentor der Austria hat die Zuteilung nicht gestimmt."

Daniel Beichler (Sturm-Stürmer, in Minute 80 eingewechselt): "Wir hatten nicht unbedingt die zwingenden Chancen. Die Gelb-Rote Karte war eine Gemeinheit. Ich hätte spielen können. Schade, dass sich der Trainer anders entschieden hat." Der ÖFB-Teamspieler gab aber dann doch zu: "Bei mir ist schon sehr viel lädiert." 

WR. NEUSTADT - RB SALZBURG

Huub Stevens (Trainer Salzburg): "Großes Kompliment an die Mannschaft. Bei diesem tiefen Boden und dem Kraftakt am Donnerstag in Sofia hätte ich so eine starke und kompakte Leistung nicht erwartet. Die Abwehrfehler waren bedingt durch den tiefen Boden."

Helmut Kraft (Trainer Wr. Neustadt): "Wr. Neustadt kann nicht besser spielen, als wir heute gespielt haben. Mit dem Spiel bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Es ist schwer, wenn man gut spielt und mit leeren Händen dasteht. Es war auch viel Positives in unserem Spiel. Ich hoffe, die Spieler sind so gescheit, dass sie Ergebnis nicht mit Leistung gleichstellen. Das Spiel war heute mindestens gleich gut wie gegen die Austria, die Mannschaft ist eindeutig nach oben unterwegs."

Ried - Kärnten

Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Nach der Führung haben wir das Spiel zu locker genommen. Es war ein schweres Stück Arbeit, Kärnten hat gut dagegengehalten."

Frenkie Schinkels (Trainer Kärnten): "Ich sitze jetzt auf dem einzigen Stuhl, der nicht wackelt (beim Hinsetzen bei der Pressekonferenz nach dem Spiel, Anm.). Wir waren vorne viel zu harmlos, Ried wäre zu packen gewesen. Aber die wenigen Chancen hat Gebauer zunichte gemacht. Der Einsatz hat gestimmt, das Team hat gezeigt, dass es für mich spielt."

Martin Hiden (Kärnten): "Wir haben alles gegeben, haben Chancen gehabt, aber auch Pech. Doch im Endeffekt stehen wir mit leeren Händen da. Es ist nicht leicht für uns, wir müssen von Spiel zu Spiel schauen."

Heinz Weber (Kärnten): "Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, kann man einfach nicht gewinnen. Die Führung der Rieder war glücklich, denn der Schuss von Brenner wurde unhaltbar abgefälscht."

Mattersburg - Kapfenberg

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir haben sicher nicht bewusst versucht, das Ergebnis 75 Minuten zu halten. Das wollte niemand - weder ich noch die Mannschaft. Nach dem schnellen 2:0 haben wir leider unsere Marschroute verlassen. In der ganzen zweiten Hälfte hat uns die Entlastung nach vorne gefehlt, ehe wir doch noch im Konter den Sack zugemacht haben. Diesen Sieg haben wir der Cleverness von Robert Waltner und Ilco Naumoski zu verdanken."

Ilco Naumoski (zweifacher Mattersburg-Torschütze): "Die ersten 20 Minuten haben wir perfekt gespielt, aber was wir dann abgeliefert haben, das ist nicht zu entschuldigen. Danach haben wir aufgehört, Fußball zu spielen. Wir haben förmlich um den Anschluss gebettelt. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir am Ende noch 4:1 gewonnen haben. Mein erstes Tor war sehr schön, das wird das Tor des Monats."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wenn man das Spiel gesehen hat und unsere Dominanz, die wir heute gezeigt haben, dann ist das sehr, sehr traurig und bitter, dass wir hier als 1:4-Verlierer vom Platz gehen. Wir haben wunderschönen Fußball gespielt, vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir hätten aber den Anschluss viel früher machen müssen, Mattersburg war teilweise regelrecht eingeschnürt, doch unsere Chancenauswertung hat nicht gepasst. Wenn wir nur 50 Prozent genutzt hätten, dann wäre das Spiel ganz anders ausgegangen. Im Finish haben wir Hollywood gespielt und sind in zwei Konter reingelaufen, deshalb schaut das Ergebnis so schlecht aus."

Manuel Schmid (Kapfenberg-Mittelfeldspieler): "Wir können nicht die bessere Mannschaft gewesen sein, wenn wir 1:4 verlieren. Wir haben früh zwei blöde Tore bekommen und dann erst ins Spiel gefunden. Der Anschlusstreffer ist uns zu spät gelungen. Dann haben wir aufgemacht und noch zwei Tore bekommen."