München- Der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas kommt beim geplanten Schuldenabbau voran. Eine vorzeitig gekündigte Wandelanleihe, die eigentlich eine Laufzeit bis 2018 hatte, wurde vollständig in Aktien getauscht, wie der Konzern am Dienstag im fränkischen Herzogenaurach mitteilte. Damit reduziert sich der Schuldenstand des Branchenzweiten nach US-Marktführer Nike um knapp 400 Mio. Euro.

Der Dax-Konzern war davon ausgegangen, dass nach dem Kurssprung in den vergangenen Monaten die Anleger Aktien gerne annehmen würden. Grund: Der festgelegte Wandelpreis lag bei 25,50 Euro, während die Aktien zuletzt bei rund 35 Euro notierten und damit schnell mit Gewinn abgestoßen werden können. Alternativ hätten sich Investoren die Anleihe inklusive Zinsen auszahlen können. Es werden nun künftig mehr als 15 Mio. neue Aktien im Umlauf sein.

Adidas will den Verschuldungsgrad bis zum Jahresende auf unter 50 Prozent drücken. Ende des dritten Quartals lagen die Verbindlichkeiten bei 2,3 Mrd. Euro. (APA/Reuters)