Wien - Die Erholung der Weltbörsen von den Crashs des Vorjahres schlägt sich auch in der Performance-Statistik heimischer Investmentfonds nieder. In der aktuellen Performance-Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) verbuchen per Ende Oktober 1.049 Fonds auf Jahressicht ein Plus, nur 84 weisen eine negative Performance aus. Damit notieren über 90 Prozent aller Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr im Plus.

Im arithmetischen Mittel - ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Fonds per Ende Oktober eine positive Performance von 12,33 Prozent aus. Damit konnten die Fonds weiter deutlich aufholen: Ende September lag die mittlere Einjahresperformance noch bei 3,12 Prozent, Ende August bei minus 4,25 Prozent.

Die höchste Einjahresperformance weist die Statistik für den Aktienfonds "WSS - Europa" der 3 Banken-Generali Invest aus. Der Fonds hat mit einem Plus von 95,51 Prozent seinen Wert auf Jahressicht fast verdoppelt. Auf Platz zwei folgt der Gold Stock der Bank Austria-Fondstochter Pioneer Investments Austria. Der Fonds konnte vor dem Hintergrund der jüngsten Rekordgoldpreise 85,33 Prozent gut machen.

Russland, China oder Türkei

Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen vor allem Aktienfonds mit einem Anlageschwerpunkt in Wachstumsmärkten wie Russland, China oder Türkei. So weist das drittbeste Ergebnis von 81,28 Prozent der "Espa Stock Istanbul" der Erste-Fondstochter Sparinvest aus. Der Fonds ist allerdings in US-Dollar begeben, das Ergebnis ist aus Euro-Sicht durch die Dollar-Entwicklung verzerrt und nur bedingt mit in Euro begebenen Fonds vergleichbar.

Die schwächste Performance errechnet die VÖIG für den "Kepler Asset Backed Securities Fund" der Kepler-Fonds KAG mit einem Minus von 48,16 Prozent. Der Fonds konnte allerdings aufholen, im Vormonat lag das Minus noch bei 57,87 Prozent. Den zweit- und drittschwächsten Wert weisen der "Qn equity fund" (minus 29,15 Prozent) und der "ESPA Cash Asset-Backed" (minus 26,58 Prozent) aus.

Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio liegt wie in den Vormonaten der "Real Invest Austria" der gleichnamigen Fondsgesellschaft mit einem Wert von 1,87 auf dem besten Platz. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der "Allianz PIMCO Mortgage" der Allianz Invest KAG (1,06) und der "ESPA Alternative Emerging-Markets" der Sparinvest (plus 0,88). Die schwächsten Sharpe-Werte errechnen sich laut VÖIG für den "Meinl Exclusive World Bonds&Properties" (minus 2,11) und den "Emerging Markets Exklusivfonds" (minus 1,86) der Kepler-Fonds KAG.

Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. (APA)