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Im Vorprogramm von Grizzly Bear in Wien: die wunderbare St. Vincent, nächsten Montag im Wuk.

Foto: EPA/STEVE C. MITCHELL

Dröhnung und Schmerzenslyrik, harte Riffs und - noch mehr Dröhnung. Die US-amerikanische Band Isis schichtet in ihrer Metal-Ästhetik, die sich irgendwo zwischen Lärmtürmen und klassischem Song befindet, Lage um Lage auf. So entstehen schließlich harte Brocken von ansehnlicher Länge - nicht selten an der Zehn-Minuten-Marke. Aktuell betourt man das sehr gute fünfte Album Wavering Radiant (Ipecac/Trost). Prog-Rock 2009 könnte man sagen. Oder aber auch eine kuschelige Version von Godflesh. Mighty! (14. 11. Wiener Arena, 20.00)

Gänzlich anders orientiert sind Grizzly Bear, die kommenden Montag im Wiener Wuk auftreten. Die US-Band führt auf ihrem dritten Album Veckatimest eine gleichermaßen klebrige wie verführerische Süßlichkeit in den Pop ein, der sich seinen Zucker bei den Beach Boys ebenso holt wie bei Harry Nilsson. Das karamellisiert man mit etwas Kandisin aus der elektronischen Küche, und fertig ist der herrlich kapriziöseste Zuckerwatte-Pop jüngerer Zeitrechnung. Ein Pflichttermin! Auch wegen der Vorband: Annie Clark alias St. Vincent, die heuer ihr Album Actor veröffentlicht hat, auf dem sie prächtig nonchalanten Pop spielt. Ein Doppelpack, der was sich gewaschen hat - wie man so schön sagt. (16. 11. Wuk, 20.00)

Interessant dürfte es am Donnerstag im Rhiz werden, wenn die deutsche Band The Notwist in einer neuartigen Inkarnation die Bühne betritt und als Notwist Brass Band durch diverse Hupen bläst - die Band spricht von "New-Orleans-Krautrock-Funeral-Brass-Musik"! (12. 11., Rhiz, 21.00) (flu, DER STANDARD - Printausgabe, 11. November 2009)