Wien - Der Österreichische Klimaschutzpreis 2009 ist am Dienstagabend vergeben worden. Preisträger sind heuer das Pfarrheim Mauthausen, das Wiener Reparatur- und Service-Zentrum für sozial Schwache (R.U.S.Z), die Hofer KG und die Eine Welt Handel AG. Gewählt wurden die Gewinner von einer Expertenjury und dem Publikum des ORF, verliehen wurden die Auszeichnungen bei einer Galaveranstaltung am Dienstagabend, der unter anderem Umweltminister Nikolaus Berlakovich und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz beiwohnten.

426 Projekte wurden eingereicht, in vier Kategorien wurden die Sieger bestimmt. Das Pfarrheim Mauthausen, das in der Sparte "Alltag & Leben" gewann, wurde mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern renoviert und in ein Passivhaus umgewandelt. Nach einer Bestimmung des besten Konzepts folgten mehr als 6.000 Stunden freiwilliger Arbeit, bis das Haus fertiggestellt war.

Die Auszeichnung in der Kategorie "Ideen & Innovation" ging heuer an das R.U.S.Z. für ein Projekt zur Energieberatung für sozial Schwächere. Damit werde gleichzeitig ein Beitrag zur Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz geleistet, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Für klimafreundliches Einkaufen wurde der Diskonter Hofer prämiert. Die "Zurück zum Ursprung"-Produkte der Handelskette seien mit einem CO2-Fußabdruck gekennzeichnet, der die Einsparungen bei der Produktion des jeweiligen Lebensmittels gegenüber einem herkömmlichen Produkt zeige. Dieses Projekt überzeugte in der Kategorie "Industrie & Großbetriebe".

Die Eine Welt Handel AG gewann in der Kategorie "Handwerk & Gewerbe" mit einem neuen Logistikzentrum im steirischen Niklasdorf. Dabei handelt es sich um das erste gewerbliche Holz-Passivhaus Europas. Das Gebäude umfasst eine Lagerfläche von 2.200 und eine Bürofläche von 600 Quadratmetern.

Jury-Sprecherin Birgit Kohlmaier-Schacht freute sich über die "sehr innovativen und hochwertigen" Einreichungen, die es dem Gremium schwer gemacht habe, zu entscheiden. Für Berlakovich zeigen die Siegerprojekte, "dass Klimaschutz große Chancen mit sich bringt: eine saubere Umwelt für mehr Lebensqualität und Green Jobs am österreichischen Arbeitsmarkt".

Dem Thema Nachhaltigkeit wolle man beim ORF mit Vorbildprojekten die notwendige Öffentlichkeit verschaffen, "um Breitenwirkung zu erzielen", sagte Wrabetz. Am 3. Dezember wird im ORF ein eigener "Klimatag" über die Bühne gehen. (APA)