Wien - Erst am gestrigen Dienstag wurde die Novelle zum Postmarktgesetz im Verkehrsausschuss mit den Stimmen der Regierungsparteien beschlossen. Heute forderte ÖVP-Infrastruktursprecher Ferdinand Maier aber Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) auf, die Bestimmungen über die Hauszustellung von Zeitungen und Zeitschriften noch einmal zu überdenken.

Sie sehen eine Ausnahme für Unternehmen vor, die zu 100 Prozent im Eigentum von Medieninhabern sind. Das könnte zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führen, befürchtete Maier laut Aussendung vom Mittwoch. Bures solle daher überprüfen, ob nicht auch Unternehmen, an denen Medien zu 50 Prozent beteiligt sind, unter diese Ausnahmeregelung fallen könnten. Sonst wären Joint Ventures von Medien mit anderen Vertriebspartner benachteiligt. Darüber hatte sich "DER STANDARD", der seine Zeitungen über ein solches Joint Venture zustellen lässt, am Dienstag beschwert. (APA)