Es beginnt wie ein fröhlicher Ausflug ans Meer. Die Brüder Danny (Lou Taylor Pucci) und Brian (Chris Pine), Brians Freundin Bobby (Piper Perabo) und Dannys Mitschülerin Kate (Emily Van Camp) fahren in einem Van übers Land, die Surfboards am Dach.

Rasch jedoch entpuppt sich Carriers als Endzeitthriller, Mundschutz inklusive: Das Quartett versucht, die Küste zu erreichen, weil eine nicht näher bezeichnete Seuche wütet. Gegenüber Fremden ist höchste Vorsicht geboten. Aber die verlassenen Häuser und Siedlungen kann man zwischendurch auch als Abenteuerspielplatz gebrauchen. Zumindest so lange, bis man auf schlechtgelaunte Gesundheitswächter trifft.

Die katalanischen Brüder Alex und David Pastor, 31 und 28 Jahre alt, haben den Film geschrieben und gemeinsam inszeniert – eine Genrearbeit, die Standardsituationen anspielt, der es dann allerdings doch gehörig an Tempo, Spannung und Ideen fehlt.

Liebe zum Weltuntergang

Auch Roland Emmerich sieht das Ende der Welt nahen: 2012 heißt sein jüngster Katastrophenfilm.

Außerdem neu: La Pivellina, das inzwischen zwölfmal prämierte, sehenswerte Alltagsdrama von Tizza Covi und Rainer Frimmel; der Animationsfilm Niko – Ein Rentier hebt ab; die Hollywood-Tragi-Romanze Love Happens mit Jennifer Aniston und Aaron Eckhart und Michael Moores jüngstes Werk Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte.

Im Schikaneder-Kino läuft von 13. bis 15. 11. das Festival Blickwechsel, das Filme zum Thema Migration, Identität oder Integration von migrantischen Filmschaffenden zeigt. In der Urania finden Rumänische Filmtage statt (11.-16. 11.), etwa mit Corneliu Porumboius Politist, adjectiv (14. 11., 19.00). (irr/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.11.2009)