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Straßenblockade der Maoisten in Katmandu.

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Der Maoistenführer Pushpa Kamal Dahal war im Mai nach einem Kompetenzstreit um die Entlassung des Generalstabschefs als Ministerpräsident zurückgetreten und beendete damit die von seiner kommunistischen Partei angeführte Regierungskoalition.

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Kathmandu - Tausende regierungskritische maoistische Demonstranten haben in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu die Blockade des Regierungsviertels fortgesetzt. Sie versperrten bereits Freitag früh zahlreichen Ministern und Angestellten den Weg zum Regierungssitz. Innenminister Bhim Rhawal zufolge wurde das Sicherheitsaufgebot in der Stadt erhöht. Die Polizei habe Anweisung, ein "Höchstmaß an Zurückhaltung" zu zeigen, sagte er vor Journalisten.

Am Donnerstag war die Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas gegen die Demonstranten vorgegangen. Rund 20 Menschen wurden dabei verletzt. Es war die größte Demonstration gegen die Regierung seit dem Machtverlust der Maoisten im Mai.

Der Maoistenführer Pushpa Kamal Dahal war im Mai nach einem Kompetenzstreit um die Entlassung des Generalstabschefs als Ministerpräsident zurückgetreten und beendete damit die von seiner kommunistischen Partei angeführte Regierungskoalition. Die Maoisten warfen dem Generalstabschef vor, die Integration der ehemaligen Rebellen in die Streitkräfte zu blockieren. Dies ist einer der wichtigsten Bestandteile des Abkommens, aufgrund dessen die Maoisten vor drei Jahren ihre Waffen niedergelegt haben. Die Maoisten kämpften von 1996 bis 2006 gegen die Regierungstruppen. Mehr als 13.000 Menschen wurden getötet. Nach Abschaffung der Monarchie im vergangenen Jahr wurden die Maoisten bei der Parlamentswahl stärkste Kraft. (APA)