Salzburg/Klagenfurt - Auch die Eishockey-Liga ist von der in diesen Tagen um sich greifenden Schweinegrippe nicht verschont geblieben. Sowohl Meister KAC, als auch Vize Red Bull Salzburg meldeten am Freitag Erkrankungen an H1N1. Beim Rekordmeister aus Klagenfurt ist mit Raffael Herburger ein Spieler betroffen, bei den Mozartstädtern mit Martin Ulmer und Michael Schiechl zwei. Bei den beiden kanadischen Stürmern Steven Regier und Jonathan Filewich steht noch nicht fest, ob es sich tatsächlich um das H1N1-Virus handelt. In Panik verfallen will man vonseiten der Clubs, als auch der Liga aber keineswegs.

Alle fünf Akteure wurden bereits von ihren Teamkollegen isoliert, weitere Fälle waren laut Auskunft der Clubs bis Freitagmittag nicht aufgetreten. Die betroffenen Vereine verstärkten jedenfalls ihre Hygienemaßnahmen. Vorerst scheinen nur Salzburg und Klagenfurt von der Form der neuen Grippe betroffen. "Bei allen anderen acht Vereinen sind bis gestern Abend keine Auffälligkeiten aufgetreten", vermeldete Liga-Manager Christian Feichtinger.

Nur keine Panik

Herberger wurde Donnerstag positiv auf H1N1 getestet und daraufhin nach Hause geschickt, der Teamspieler ist bis dato aber symptomfrei. "Er hat weder Fieber noch sonst etwas", berichtete KAC-Manager Oliver Pilloni. Da bei Salzburg mit Ulmer und Schiechl ebenfalls zwei ÖEHV-Internationale infiziert sind, liegt die Vermutung nahe, dass sich das Trio bei der Reise des Nationalteams nach Weißrussland angesteckt hat. Weitere Teamspieler von KAC und Salzburg sind aber (noch) nicht betroffen.

Vertreter beider Vereine, die am kommenden Sonntag in der EBEL aufeinandertreffen, wollten bewusst jede Panikmache vermeiden. Man müsse sich schließlich alljährlich mit Grippe-Erkrankungen auseinandersetzen, Spielabsagen stünden zum jetzigen Zeitpunkt deshalb nicht zur Diskussion.

Auch in der EBEL blieb man vorerst gelassen. "Grippe-Epidemien gibt es bei Teamsportarten wie eben Eishockey seit jeher. Es besteht keine Veranlassung und kein Plan, Spiele deshalb abzusagen", meinte Feichtinger. Wenn bei einem Team aufgrund von Schweinegrippe ein Großteil des Kaders ausfällt, müsse man gegebenenfalls reagieren und die Partie verschieben. "Was wir in keinster Weise brauchen, ist Panik", sagte Feichtinger. "Die Liga hat alles getan, die Vereine haben alles getan."(APA)