New York- Der Playboy-Konzern will sich offenbar für 300 Mio. Dollar (202 Mio. Euro) selbst an den Mann bringen. Dieser Kaufpreis stehe bei Verhandlungen mit zwei Interessenten im Raum, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag. Der Herausgeber des bekannten Männermagazins führe einerseits Gespräche mit seinem ehemaligen Unterhaltungschef Jim Griffiths und andererseits mit dem Finanzinvestor Golden Gate Capital.

Bereits am Donnerstag hatte Reuters von einer eingeweihten Person erfahren, dass Playboy auch mit der Iconix Brand Group verhandle. Der Besitzer und Lizenzvertreiber von Modemarken wolle einen Verlags-Partner mit ins Boot holen, der den Playboy herausgeben soll, während das Iconix selbst das Playboy-Lizenzgeschäft betreiben wolle.

Der Playboy, der auch eine TV- und Bestellvideo-Sparte besitzt, sucht schon seit Monaten nach einem Käufer. Dem Unternehmen setzt seit einigen Jahren die wachsenden Konkurrenz im Internet zu. Die Umsätze gehen zurück, auch weil das Werbegeschäft wie bei den meisten Zeitungen und Magazinen in den USA rückläufig ist. Die Playboy-Aktie legte zum Wochenausklang nochmals mehr als sechs Prozent zu. Bereits am Donnerstag war sie um 41 Prozent in die Höhe geschossen, als die Spekulationen über einen Verkauf des Verlags aufkamen. In den vergangenen beiden Jahren hatte das Papier allerdings 75 Prozent an Wert verloren. (APA/Reuters)