Vor dem Gebäude der Industriellenvereinigung am Wiener Schwarzenbergplatz haben sich laut Polizei 800 Menschen versammelt. Laut Veranstaltern waren es rund 2000.

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Erregung am Schwarzenbergplatz.

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Studenten in München treten symbolisch eine Bildungsblockade ein.

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Ein Organisgramm der Studenten der Uni Basel. Deren Aula ist seit wenigen Tagen auch besetzt.

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In ganz Europa gingen heute hunderttausende Studenten auf die Straße, um gegen den Bologna-Prozess und Missstände an den Universitäten zu demonstrieren. Auch in Österreich stellten die Studierenden ihre Proteste unter das Motto des interantionalen Aktionstages "Education is Not for Sale". derStandard.at hält Sie weiter auf dem Laufenden.

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UPDATE 17.00: Wien - Der Demozug - die Polizei spricht von 800 Teilnehmern - wandert langsam vom Schwarzenbergplatz zum Schillerplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Im Audimax beginnt um 19 Uhr die Vollversammlung. Das ist zur Zeit fast leer. Auf dem Life-Stream ist nicht mal eine handvoll Leute zu sehen.

UPDATE 16.50: Innsbruck - Nach dem Motto "Wir tanzen nicht nach eurer Pfeife" haben sich rund 250 Studenten von der Bibliothek der Hauptuniversität durch die Stadt zur Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Sowi) getanzt.

UPDATE 16.45: Berlin - Deutschlandweit waren laut Veranstalter mehrere zehntausend Teilnehmer auf den Straßen. Der Aktionstag sei der Auftakt zu einem "heißen Herbst des bundesweiten Bildungsstreiks" gewesen, hieß es seitens der StudentInnen.

UPDATE 16.30: Graz - Alfred Dorfer gibt den StudentInnen bei seinem heutigen Auftritt im Grazer Orpheum die Möglichkeit, ihre Forderungen auf der Bühne zu präsentieren. Den Plan hatten die TU-Studenten. Das Publikum wird über die fünfminütige Intervention nicht vorab informiert.

UPDATE 16.15: Die Demonstration vor der Industriellenvereinigung am Schwarzenbergplatz hat eine klare Message: Die Studierenden sind gegen die Ökonomisierung der Bildung. Laut Veranstaltern haben sich in Wien 1500 bis 2000 Protestierende versammelt.

UPDATE 14.30: Der Protest "Superbildung und Spitzenlöhne für alle" beginnt in der Zeit des stärksten Verkehrsaufkommens um 15 Uhr vor der Industriellenvereinigung am Schwarzenbergplatz. Deshalb werden zu dieser Zeit der Schwarzenbergplatz stadteinwärts und der Rennweg stadteinwärts gesperrt, teilte der ÖAMTC mit. Gegen 17.00 Uhr marschiert der Protestzug von dort zu über den Ring zum Schillerplatz. Der Ring wird ab 16.45 Uhr von der Urania bis zur Operngasse gesperrt. Eine Umfahrung über die Vordere Zollamtsstraße, dem Heumarkt und die Johannesgasse wäre möglich. Die Sperre des Rings soll bis 19.00 Uhr dauern.

UPDATE 13.30: Der Bildungsaktionstag ist voll im Gange. Die Vollversammlungen einiger Institute haben begonnen.

UPDATE 13.00: Graz - Protestierende Studierende der TU Graz haben der "Grazer Freiheitsstatue" neben dem Opernhaus eine "Bildungskrawatte" umgehängt. Die Besetzer der "Vorklinik"- Hörsäle der machen am Nachmittag mit einer "ProfessorInnenversteigerung" am Eisernen Tor in der Grazer Innenstadt ironisch auf den "Bildungsausverkauf" aufmerksam. Mit der Präsentation eines Songs am Hauptplatz beteiligen sich auch Studierende der FH Joanneum am Studenten-Aktionstag. Das Lied heißt "FH brennt".

UPDATE 12.30: Die ÖH will bei den basisdemokratischen Protesten mitmischen: Die ÖH-Bundesvertretung startet die Initiative "Hier brennt's", bei der Studierende an hierbrennts@oeh.ac.at schreiben, wo konkret in ihrem Studium der Schuh drückt. Die Ergebnisse werden beim Hochschuldialog am 25.11. eingebracht.

UPDATE 11.45: Rom - Italienische Studenten und Schüler protestieren am Dienstag gegen die umstrittene Universitätsreform der Regierung Berlusconi. Massendemonstrationen fanden laut den Organisatoren in 50 Städten statt. Die Demonstranten beschuldigten die Regierung, mit der Reform das staatliche Universitätssystem zu verarmen. Die Reform von Unterrichtsministerin Mariastella Gelmini sieht beträchtliche Einsparungen im Universitätsbereich vor. Im Reformpaket heißt es beispielsweise, dass fünf Professoren, die pensioniert werden, nur durch eine Person ersetzt werden können.

Originalartikel

Wien - Der Internationale Studententag heute, Dienstag, soll im Zeichen von Protestaktionen von Studierenden stehen. In Deutschland sind in mehreren Städten Großdemonstrationen angekündigt, in Österreich stehen ab 13 Uhr Institutsversammlungen mit Studenten und Lehrenden auf dem Programm.

Kundgebung vor Industriellenvereinigung

In Wien findet anschließend um 15 Uhr eine Kundgebung am Schwarzenbergplatz statt - passend zum Motto "Education is NOT for SALE" wollen sich die Studenten vor der Industriellenvereinigung sammeln. In Graz steht ab 15 Uhr eine "Professorenversteigerung" auf dem Programm, mit der auf den "Bildungsausverkauf" angespielt wird. In Linz gibt es bereits ab 14 Uhr ein symbolisches "Wettpaddeln um einen Masterplatz" am Uniteich, in Innsbruck tanzen die Studenten im Walzerschritt von der Hauptuni zur Sozial-und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. (APA, mil, derStandard.at, 17. November 2009)