Wien - Die Finanz- und Wirtschaftskrise belastete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 den Gewinn der Pankl Racing Systems AG. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) wird laut vorläufigen Zahlen ein Verlust von 308.000 Euro ausgewiesen. Das operative Ergebnis (Ebit) des steirischen Produzenten von Motor- und Antriebssystemen sank um 78 Prozent auf 1,9 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern um 83 Prozent auf 1,2 Mio. Euro. Der Umsatz ging um 16 Prozent auf 88,9 Mio. Euro zurück, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, ad-hoc mit.

Für das neue Geschäftsjahr erwartet CEO Wolfgang Plasser weiterhin eine sehr volatile Entwicklung mit eingeschränkter Visibilität. Er sei aber überzeugt, dass Pankl schon jetzt gut gerüstet sei und gestärkt aus der Rezession hervorgehen werde. Über die Ausschüttung sei noch nicht entschieden, es werde aber "eher keine Dividende" geben, sagte Plasser zur APA. Im Vorjahr war eine Dividende von 50 Cent je Aktie ausgezahlt worden. Bisher habe man rund 30 Prozent des Überschusses ausgeschüttet, das entspräche nun nicht ganz 10 Cent. Für das laufende Geschäftsjahr sei ein relativ konstanter Umsatz zu erwarten, mit Schwankungen von plus/minus 5 Prozent. Aus den US-Töchtern kämen gewisse positive Ausblicke. Es gab auch ein Kostensenkungsprogramm. Bei einem konstanten Umsatz sollten das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr leicht gesteigert können.

Kostensenkung belastet

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis mit 1,0 Mio. Euro belastet. Innerhalb eines knappen Jahres wurden quer über alle Betriebe 190 Mitarbeiter abgebaut. Per Ende September waren 830 Mitarbeiter beschäftigt. Im November 2008 hatte es einen Beschäftigtenhöchststand von 1.020 Mitarbeitern gegeben.

Das Minus beim Finanzergebnis vergrößerte sich 2008/09 war mit 2,3 Mio. Euro negativ, nach minus 1,9 Mio. Euro 2007/08. Das EBITDA verringerte sich um 37 Prozent auf 10,7 Mio. Euro.

Vor allem im profitablen Rennsportbereich sei es durch den massiven Konjunktureinbruch zu drastischen Budgetkürzungen gekommen. Der Umsatz sank in diesem Segment um 16 Prozent auf 72,8 Mio. Euro. Das Ebit ging auf 1,3 Mio. Euro zurück, nach 7,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Segment Aerospace sei mit einer leichten Verzögerung durch die wirtschaftliche Lage in Mitleidenschaft gezogen. Der Umsatz verringerte sich um 18 Prozent auf 16,4 Mio. Euro, das Ebit um 52 Prozent auf 0,6 Mio. Euro. (APA)