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Abschied nehmen von Fu Long, wir wünschen: yīlù shùnfēng (Gute Reise)

Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Das wird das neue Gehege von Fu Long in China

Foto: Tiergarten Schönbrunn

Wiens Besucherliebling, der zweijährige Panda Fu Long ("Glücklicher Drache") ist unterwegs nach China. "Fu Long geht es gut", sagte Hanna Vielgrader, Tierärztin im Tiergarten Schönbrunn. Die erste Nachricht von über den Wolken erreichte den Tiergarten per SMS: "Alles gut. Fu Long schläft." Der Tagesablauf, das Essen wurde gleich gehalten wie immer, um den Panda nicht in Stress zu versetzen.

Der Tag begann, wie jeder andere

Gegen 6.30 Uhr, noch bevor sich die Toren des Tiergartens für die Besucher öffneten, trat der kleine Panda die Reise an. "Der Tag begann, wie jeder andere", so Vielgrader. "Fu Long bekam die gleichen Leckerlis wie immer - Karottenscheiben, kleine Kekse, Bambusstückchen", erklärte die Tierärztin.

Fu Long nahm Abschiedszeremonie gelassen

"Ganz ruhig ist der Panda dann in die Kiste gestiegen - so als wäre es das tägliche spielerische Training", berichtete Unternehmenssprecher Gerhard Kasbauer. Per Lkw ging es dann zum Flughafen Wien-Schwechat. Dort wurde Fu Long von einer chinesischen Delegation verabschiedet. Während der Verabschiedung knabberte der Kleine genüsslich an seinem Bambus, später im Flugzeug schlief er, hieß es seitens des Zoos.

15 Stunden Flug ohne Betäubungsmittel

Pünklich um 9.55 Uhr startete die Cargo-Maschine der China Air. Der Flieger bringt das Tier nach Shanghai, von dort geht es dann weiter in die Provinzhauptstadt Chengdu. Während des rund 15-stündigen Fluges sind seine Betreuerin Eveline Dungl und Zoo-Tierarzt Thomas Voracek ständig in Fu Longs Nähe und versorgen ihn mit Wasser, Bambus und Leckerlis. "Fung Long wird wach transportiert, ohne Betäubungsmittel", betonte Voracek. "Zootiere sind üblicher Weise sehr relaxt - für sie ist eine Transportbox so etwas wie eine Höhle.

Betreuerin bleibt zwei Wochen in China

Die letzten 150 Kilometer bis zu Fu Longs neuer Heimat, die Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia, werden wieder per Lkw zurückgelegt. Das soll in etwa eine Stunde dauern. In China angekommen soll er dann zuerst in einer Art Quarantäne-Gehege untergebracht werden - dort soll er sich an die neuen Bedingungen gewöhnen. Dungl wird noch zwei Wochen in China bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Fu Long soll dann in der Forschungsstation künftig gemeinsam mit anderen Artgenossen leben und auch eine Gefährtin finden, um selbst für Nachwuchs zu sorgen.

In der Natur hätte ihn Mutter schon lange weggeschickt

"Es gab Besucher, die sich verabschiedet haben und ihn noch ein letztes Mal sehen wollten, was sehr rührend war", so Vielgrader. "Ein bisschen traurig ist es schon, dass er nun weg ist", meinte die Tierärztin. "Aber in der Natur hätte ihn seine Mutter schon lange auf seinen eigenen Weg geschickt."(APA)