Wien - Die Aktienanalysten heimischer Banken rechnen im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Drittquartalszahlen des Flughafen Wien mit einem Rückgang bei Umsatz, operativem Ergebnis (EBITDA), Betriebsergebnis (EBIT) und Nettogewinn.

Im Schnitt prognostizieren die Experten der UniCredit, der Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) ein Umsatzminus von 9,10 Prozent, von 418,0 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum auf 379,8 Mio. Euro heuer. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wird im Analystenkonsens um 23,70 Prozent tiefer bei 123,50 Mio. Euro erwartet.

Das EBIT wird im Mittel bei 73,10 Mio. Euro nach 112,80 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2008 gesehen, das entspricht einem Rückgang von 31,40 Prozent. Beim Nettoergebnis rechnen die Analysten mit einem Minus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Nach 84,70 Mio. Euro sollen unterm Strich nun 53,80 Mio. Euro erwirtschaftet werden.

Martina Valenta, Analystin bei der Erste Group, erwartet, dass das Umsatzminus im dritten Quartal geringer ausfällt als in der ersten Jahreshälfte. Sie begründet das mit den niedrigeren Passagierrückgängen im dritten Quartal, welche "die geringsten Passagierrückgänge im heurigen Jahr" darstellen. "Auch die Ertragskraft sollte sich im traditionell stärksten Reisequartal besser entwickelt haben als in den Vorquartalen, jedoch noch immer deutlich unter Vorjahresniveau bleiben", so die Analystin weiter. Die Experten der UniCredit weisen ebenfalls daraufhin, dass das dritte Quartal das traditionell stärkste Quartal für den Flughafen Wien ist.

Die Analysten der RCB stufen die Flughafen-Aktien aktuell mit "Reduce" ein. Die Experten der UniCredit und der Erste Group bewerten die Flughafen-Titel derzeit mit "Hold". (APA)