Die Hypo Group Alpe Adria gehörte einst (als öffentlich-rechtliche Hypo) dem Land Kärnten. Seit der Umwandlung in eine AG trägt das Land eine Haftung in Form einer Ausfallsbürgschaft. Demnach steht das Land derzeit für Verbindlichkeiten der Bank von rund 18 Mrd. Euro gerade. Die Haftung ist zweigeteilt: Für Verbindlichkeiten, die vor April 2003 eingegangen wurden, gilt sie ohne Einschränkung. Für Verbindlichkeiten, die zwischen 2003 und April 2007 eingegangen wurden, haftet Kärnten nur, wenn die Laufzeit nicht über den 30. September 2017 hinausgeht.

Dass die Haftung schlagend wird, ist de facto unmöglich, weil es voraussetzt, dass die Bank in Konkurs geht. Systemrelevante Banken lässt der Staat aber nicht fallen. (gra, DER STANDARD, Printausgabe, 18.11.2009)