Im Mai 2009 hatte Wissenschaftsminister Johannes Hahn verlautet, aus dem europäischen Kernforschungszentrum Cern austreten zu wollen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 16 Millionen Euro hätte für andere europäische Großprojekte verwendet werden sollen. Die österreichische Teilchenphysik sei international nicht so sichtbar, dass der Betrag gerechtfertigt sei.

Nach Protesten von Wissenschaftern, Studenten und einem medialen Donnerwetter von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, der Medaustron gefährdet sah (obwohl hier ein eigener Vertrag mit dem Cern abgeschlossen wurde), pfiff Kanzler Werner Faymann Hahn zurück.

Christian Fabjan, Direktor des Instituts für Hochenergiephysik, sagte schon damals, man würde diese Krise als Auftrag sehen müssen, die Teilchenphysik sichtbarer zu machen. "Die Botschaft ist angekommen." Eine thematische Verbreiterung wird in der Forschungszene als richtiger Schritt bezeichnet. (pi/DER STANDARD, Printausgabe, 18.11.2009)