Linz - Der kürzlich von der chinesischen XAC übernommene oberösterreichische Flugzeugzulieferer FACC AG mit Sitz in Ried im Innkreis berät die Investmentgruppe Mubadala bei der Planung, Errichtung und Inbetriebnahme eines neuen Fertigungswerkes in der Wüstenoase Al Ain im Emirat Abu Dhabi. FACC will dorthin auch einzelne Arbeitspakete verlagern. Das gab das Unternehmen in einer Presseaussendung am Mittwoch bekannt.

FACC ist bei dem Projekt Kooperationspartner der Investmentgruppe Mubadala Development Company, die zur wirtschaftlichen Diversifizierung des Emirates Abu Dhabi beitragen soll. Sie verwaltet langfristige, kapitalintensive Investitionen, die nicht nur starke Renditen, sondern auch messbare soziale Beiträge für die Bevölkerung erbringen sollen. Ihr Portfolio hat ein Volumen von mehreren Milliarden US-Dollar. Sie ist in den Bereichen Energie und Industrie, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Immobilien und Informationskommunikation und -technologien engagiert.

Im Rahmen der industriellen Partnerschaft von Mubadala und FACC soll das Fertigungswerk "Strata Manufactoring" für strukturelle Faserverbundkomponenten für die Luftfahrtindustrie errichtet werden, das nach dem Abschluss des ersten Bauabschnittes eine Größe von 21.600 und später von bis zu 60.000 Quadratmeter erreichen soll. Der Fertigungsstart ist für das vierte Quartal 2010 geplant. Strata hat bisher Arbeitspakete im Wert von zwei Mrd. US-Dollar (1,345 Mrd. Euro) von Airbus, der italienischen Alenia Aeronautica und FACC erhalten und hofft, dass demnächst Boeing als weiterer Auftraggeber folgen wird. FACC will die Fertigung von Spoilern und Landeklappenträgerverkleidungen in das Emirat verlagern.  (APA)