London - Die Weltmeere speicherten während des gesamten Industriezeitalters massiv vom Menschen freigesetztes Kohlendioxid. Das unterstreichen neue Berechnungen US-amerikanischer Forscher um Samar Khatiwala von der Columbia-Universität in New York. Im Jahr 2008 enthielten die Ozeane demnach etwa 140 Milliarden Tonnen vom Menschen freigesetzten Kohlenstoff, bei einer Aufnahmerate von etwa 2,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, errechneten die Forscher.

Insbesondere der südliche Ozean rund um die Antarktis sei ein bedeutender Speicher, der allein im Jahr 2008 etwa 40 Prozent des in den Meeren gespeicherten anthropogenen CO2 aufgenommen habe. Insgesamt nähmen die Ozeane etwa 20 bis 35 Prozent des von Menschen freigesetzten Kohlendioxids auf, wie die Forscher in "Nature" (Bd. 462, S. 346) schreiben. (DER STANDARD, Printausgabe, 19. 11. 2009)