Wien - Die Sparkassen Immobilien AG ließ am Donnerstag mit Wertberichtigungen von 96,5 Mio. Euro im dritten Quartal aufhorchen. Das sei Folge der Neubewertung der Immobilien in Zentral- und Südosteuropa, sagte Vorstand Holgar Schmidtmayr. Dieses "signifikant negative Bewertungsergebnis übersteigt auch das positive operative Ergebnis" , sodass unter dem Strich ein Verlust im dritten Quartal von 71 Mio. Euro bleibt. Schmidtmayr hofft, heuer nicht weiter abwerten zu müssen. Zum Vergleich: Ende 2008 wurden die Immobilienwerte (das aktuelle Portfolio hat einen Wert von 1,8 Mrd. Euro) um 31 Mio. Euro nach unten korrigiert. Die Neubewertung wurde notwendig, weil die Gutachter den Immobilien-Wert tiefer ansetzen und die Investoren eine höhere Rendite verlangen.

Vorstand Friedrich Wachernig geht dennoch davon aus, dass die CEE-Region auch in den nächsten zehn bis 20 Jahren noch genügend Expansionspotenzial biete. Schon allein, weil noch immer extremer Nachholbedarf an jeglicher Art von Immobilien bestünde.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe auch etwa Gutes: Die Immobilienmärkte wurden, was die Preise betrifft, "wieder vom Kopf auf die Füße gestellt" , so Schmidtmayr. Nächstes Jahr werden sechs Projekte fertig, das Immo-Vermögen erhöht sich auf zwei Milliarden Euro. (cr, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 20.11.2009)