Foto:

Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) hilft auch Apple, Sun und Red Hat ihre Betriebssysteme sicherer zu machen. Dies berichtet heise.de am Donnerstag. Bisher war nur bekannt, dass die NSA mit Microsoft zusammenarbeitet - so auch bei der Erstellung von Windows 7. Laut eigenen Angaben beteiligt sich der Geheimdienst nicht direkt bei der Entwicklung der Systeme, sondern liefert lediglich Sicherheitsrichtlinien und Checklisten. Derartige Informationen finden sich auch auf der NSA-Homepage.

Weltweite Schlagzeilen

1999 sorgte die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der NSA für weltweite Schlagzeilen. Ein Programmierer hatte behauptet, dass Windows dem US-Geheimdienst Zugang zu privaten Computern ermögliche. Microsoft bestritt die Vorwürfe entschieden.

"Konspirationstheoretiker mögen sich daran abarbeiten, aber die Wirklichkeit ist viel langweiliger"

Die Entdeckung des Programmierers Andrew Fernandes hatte Computernutzer in aller Welt aufgeschreckt. Er berichtete, er sei bei der Untersuchung der Sicherheitssoftware von Windows auf einen neuen digitalen Schlüssel mit der Bezeichnung "NSAkey" gestoßen. Er schloss daraus, dass dieser Schlüssel der "National Security Agency" den Zugang zu jedem mit Windows arbeitenden PC ermögliche. 

Der für Sicherheitsfragen zuständige Microsoft-Manager Scott Culp widersprach dem Vorwurf entschieden. Es handle sich bei der von Fernandes entdeckten Komponente um ein neues Backup für das Verschlüsselungssystem von Windows. Der Begriff "NSAkey" solle lediglich dokumentieren, dass die Software amerikanischen Export- und Sicherheitsvorschriften entspreche, die von der NSA überwacht werden. Er räumte ein, dass die Bezeichnung unglücklich gewählt worden sei. "Konspirationstheoretiker mögen sich daran abarbeiten, aber die Wirklichkeit ist viel langweiliger", meinte Culp damals. (red)