Wenn man jetzt herumnörgeln will, dann findet man natürlich etwas. Zum Beispiel könnte man sagen, was am Cayman nicht so schön ist: der Platz.

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Zwei Kofferräume gibt es, in den vorderen etwa bekommt man locker zwei Kisten Bier oder zwei Zwölfer-Kartons Wein, aber einen größeren Bilderrahmen würde man jetzt im ganzen Auto nicht unterbringen.

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Was noch nicht so schön ist: das Ein- und Aussteigen. Weil das Auto doch ziemlich niedrig ist und wir nicht jünger werden.

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Wobei das Aussteigen noch weniger schön ist als das Einsteigen, weil beim Einsteigen sitzt man dann wenigstens im Auto und fährt los.

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Sonst aber: Wunderbar, der Cayman, erst recht der Cayman S, den wir im Test hatten, und die sanfte Überarbeitung ist durchaus gelungen. Über 25 PS mehr wird sich niemand beschweren, damit halten wir aktuell bei einer Leistung von 320 PS.

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Nichtporschefahrer haben gegenüber Porschefahrern durchaus Vorurteile, aber unsere ausführliche Testung hat durchaus ergeben: Jedes Vorurteil ist weggeblasen, wenn man selbst in einem Porsche sitzt. Und der Cayman passt wunderbar, er umfließt einen, und ist wesentlich exotischer noch als ein normaler 911er, wie ihn eben mittelalterliche Anwälte und Ärzte fahren. Der Cayman ist flacher, er wirkt sportlicher, und wer hinter den Sitzen die Rücksitze sucht, wird dort den Motor finden: Mittelmotor! Immer noch ein spannendes Konzept.

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Wie alle Porsches ist auch der Cayman erst einmal gemütlich. Ein Tribut an den durchschnittlichen Porschefahrer, der in der Regel schon älter ist, weil ohne Extras auch beim Cayman erst einmal 76.000 Euro abzulegen sind. Mit ein paar Extras sind wir gleich bei 98.000 Euro.

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Aber: Wer die Sport-Taste drückt, beendet die Gemütlichkeit. Und dann erst Sport plus! Im Prinzip gilt: Normalmodus ist gemütlich und brav, Sport-Modus forciert, fast schon böse, Sport-plus-Mode schweres Brüllen, hysterisches Kreischen, 320 PS sind jetzt nach vorne gerückt und trommeln in die Schultern rein: Mach Dampf, mach Dampf, lass laufen!

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Und weil man nicht so ist, gibt man den bösen Geistern eben nach. (Michael Völker/DER STANDARD/Automobil/20.11.2009)

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